Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 22 (1866)
- Issue
- 11-12 (1866)
- Date
- 1866-01-01
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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Aufhören der christlichen Mission die Bemerkung angereiht ist: „Damit hört jedoch unsre Aufgabe in Bezug auf die armen Falaschas nicht auf; sobald günstigere Zeitverhältniffe eintreten, müssen wir dafür sorgen, daß sie Belehrung in der Religion Israels erhalten." — „Mit welchem Aplomb" wurde diese „Aufgabe" in Artikeln behandelt „Spenden" angekündigt, die gesammelt wurden, um echte, wahre Juden zu den Falaschas zu senden! Aber siehe da, als es heißt, die christlichen Missionare sind bei dem Könige Theodor in Ungnade gefallen, da meint wohl noch eine oder die andere Stimme im „Israelit," die Missionare haben sich in fremde Dinge gemischt, wir werden uns klüger zu benehmen wissen. Doch bald hören die „Spenden" auf, der Muth entsinkt, man will vorher wissen, ob es nicht lebensgefährlich ist, und nun heißt es: „Sobald günstigere Zeitverhältnisse eintreten." Jener Landpfleger Felix, Apostelgeschichte 24, 25. vor dem Paulus von dem Glauben an Christum sprach, sagte auch: „Gehe hin auf diesmal: wenn ich gelegene Zeit habe, will ich dich herlassen rufen." Ob dies jemals geschehen sei, ist nirgends gesagt; ob jemals günstigere Zeitverhältniffe eintreten werden, da die Orthodoxen ihre Missionare zu ihren Brüdern aussenden? Die Waffen, mit denen nach dem Bisherigen gegen die christliche Mission zu Felde gezogen wird, falsches Zeugniß, Verdächtigung, liebloses Richten, sind wenig rühmlich und keinesweges geeignet, sonderliche Siege zu erkämpfen. Aber „die besten Waffen," giebt die „Beilage zu Nr. 19, des „Israeliten." Dort wird das jetzt neuerschienene Werk angezeigt: „Sepher Chissuk Emunah, Befestigung im Glauben von Rabbi Jizchak, Sohn Abrahams s. A., neu herausgegeben mit verbessertem hebräischen Texte überhaupt und in's Besondere durch Benutzung correcterer Lesarten nach einem Manuscripte, vermehrt mit einer Uebersetzung in's Deutsche und begleitet von einigen Anmerkungen, von David Deutsch, Rabbiner zu Sohrau in Ober-Schlesien." Der „leitende Artikel," der diese Anzeige bringt, beginnt mit den Worten: „Wir haben in jüngster Zeit vielfach gegen die Missionare und deren Treiben polemisiren müssen. — Das vorliegende Werk, daß nunmehr von dem den Lesern dieser Blätter rühmlichst bekannten Herrn Rabbiner David Deutsch auf's Neue heraus-