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Dibre Emeth · 1866-01-01 · 11-12 (1866) · page 3

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
22 (1866)
Issue
11-12 (1866)
Date
1866-01-01
Page
– (sequence 3)
Language
German
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163 „verschiedenartiges" Mittel; sondern gehören zu dem eben besprochenen der Verkündigung des Wortes Gottes, da ihr Inhalt nur auf dies Wort gegründet ist. Sollte durch Anwendung dieses Mittels von Seiten der Mission wirklich das bezweckt und bewirkt werden, was derselben zur Last gelegt wird, nämlich die Juden „von ihrem Vater im Himmel abtrünnig zu machen;" so müßte man dasselbe auch sagen von Mose, den Propheten und all' den Männern Gottes, welche die Bücher des Alten Testaments verfaßt haben; denn eine andreLehre, als in den genannten Büchern enthalten ist, verkündigen die Verfasser des Neuen Testamentes nicht, und eine andere findet sich auch nicht in der mündlichen und schriftlichen Verkündigung der Missionare. Die Lehre des Christenthums ist zwar in vielen Punkten von der Lehre des heutigen Judenthums nicht nur verschieden, sondern derselben geradezu entgegen gesetzt; denn z. B. die biblische Lehre von dem Messias kann und läßt sich weder mit der bloßen messianischen Idee der Reform, die einen wirklichen Messias geradezu leugnet, noch mit der Lehre der heutigen jüdischen Orthodoxen vereinigen, die zwar noch an das Kommen eines persönlichen Messias glaubt, aber denselben einen bloßen, gewöhnlichen Menschen sein läßt, der auch gar nicht zu dem Zweck kommen soll, um die Menschen von der Sünde zu erlösen und mit Gott zu versöhnen. Nach „ dem Israelit" ist Israel gar nicht von seinem Gott abgefallen, die Missionare arbeiten nur daran, dasselbe abtrünnig zu machen; der Versöhnung durch den Messias, wie die heilige Schrift lehrt, bedürfen sie nicht; denn diese Versöhnung bewirken sie selbst durch allerlei Mittel. In Nr. 11 „des Israeliten" schreibt ein Bezirks- Rabbiner aus Ungarn, daß er seiner Gemeine aus Bibel und Talmud die unausweichliche Pflicht dargethan habe, für die Wittwen und Waisen in Jerusalem das Möglichste beizutragen, weil ihre Männer und Väter, die an der Cholera starben, „Tugendhelden" gewesen und „als Sühnopfer des Gesammtjudenthums gefallen" seien. Fern sei es von uns, irgend ein Urtheil über die „gefallenen Opfer" aussprechen zu wollen, weder über ihren Lebenswandel noch über ihren Tod. Aber selbst angenommen, sie wären die größten „Tugendhelden" gewesen, und hätten in ihrem Leben sich mit Mose und andern 11*

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