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Dibre Emeth · 1866-01-01 · 9-10 (1866) · page 13

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
22 (1866)
Issue
9-10 (1866)
Date
1866-01-01
Page
– (sequence 13)
Language
German
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tilgen unter dem Himmel. Das vergiß nicht." Wenn nun „der Israelit" sagt: „Das Andenken Amaleks ist'noch heute nicht vom Erdball verschwunden, es bekämpft noch heute Israel und seine heilige Lehre mit den verschiedenartigsten Waffen;" so ist offenbar, daß wir Christen der gefährliche Amakek sind, der unter dem Himmel ausgetilgt werden muß und gegen den er daher zum Kampf aufruft wenn er sagt: „Bekämpfen wir Amalek zu allen Zeiten und an allen Orten."— Der andre Feind Israels aus der Vorzeit ist jener Haman, der unter dem Könige Ahasveros, wie im Buche Esther erzählt ist, darnach trachtete, alle Juden, so im ganzen Königreich Ahasveros waren, zu vertilgen und zu dem Ende zum Könige sprach: „Gefällt es dem Könige, so schreibe er, daß man eS — das Volk Israel — umbringe; so will ich zehn tausend Zentner Silber darwägen unter die Hand der Amtleute, daß man es bringe in die Kammer des Königs.. Und der König sprach zu Haman: das Silber sei dir gegeben, dazu das Volk, daß du damit thust, was dir gefällt." Esth. 3, 9.11. Als solche Feinde betrachtet „der Israelit" die Missionsfreunde, und er warnt daher die Juden vor „den Umtrieben von Männern, die da gefährlicher sind als dereinst Haman und seine Helfershelfer waren!" ' Die Waffen, mit denen „der Israelit" die genannten Feinde bekämpft, sind zunächst die Lüge. Eins der heiligen zehn Gebote lautet: „Du sollst nicht falsch Zeugniß reden wider deinen Nächsten." „Der Israelit" eifert wohl sehr stark für die genaue und strenge Beobachtung aller rabbinischen Gebote und Satzungen, er sagt sogar in Nr. 12 S. 209: „Wer behauptet, er wolle irgend ein Verbot nicht achten, weil es ein rabbinisches ist, der steht außerhalb des Judenthums, der ist für das Judenthum todt." Die sogenannten Sabbathdräthe, die Scheidewände in der Synagoge, das rabbinische Schlachten, die sogenannten Mesusoth u. s. w. mit Einem Worte entschiedene und völlige Rückkehr zum Talmud, das sind die Dinge, von welchen man alles Heil erwartet, und über welche immer neue lange Artikel geschrieben werden, um die Wichtigkeit und Heiligkeit dieser rabbinischen Satzungen darzuthun, durch welche letztere das Wort Gottes zunichte gemacht wird. Aber die Ermahnungen der heiligen Schrift, von der Lüge zu weichen, die Wahrheit zu lieben u. s. w. kümmert solche Geister nicht

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