Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 22 (1866)
- Issue
- 9-10 (1866)
- Date
- 1866-01-01
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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Mitbürger" vorhanden sein werden, die dieser Achtung und Liebe sich erfteuen dürfen, wie z. B. der Herausgeber des Volksblattes, dessen „der Israelit" in Nr. 10 so rühmlich Erwähnung thut, wenn es dort in einem uns etwas dunklen Satze heißt: „Das ebenfalls in Stuttgart erscheinende politische Volksblatt „„Der Beobachter"" gönnt im Brieflasten seiner Nr. 37 jenem bekannten Rabbi-Doctor nach Luthers Grundsätzen den säcularen 1865er, dem ein besonderes Verslein gebühre, und züchtigt in seiner Nr. 40 unter dem Titel „„Seelenwucher"" den Dekan und den Stadtschultheiß von Heilbronn, welche, ein Rundschreiben des Bischofs Gobat in Jerusalem adoptirend, zu Gaben nur ihre „ „christlichen Freunde" " aufforderten, um die bedrängten Juden im heiligen Lande — nicht sowohl zu unterstützen, als vielmehr eben durch die lockende Spende in der Noch dem Evangelium zuzuführen. — Ehre dem parteilosen Blatte, das jedem Verfolgten eine Zuflucht ist und jedem Verfolger seinen sarkastischen Stachel entgegen streckt." Also nicht die geringe Anzahl der eigentlichen Misstonäre hat „der Israelit" im Auge bei seiner Polemik, sondern vielmehr alle diejenigen Christen, die irgend wie durch Wort oder That sich an der christlichen Missionssache betheiligen. Diese Alle streicht er aus dem Verzeichniß der christlichen Mitbürger, denn sie sind die gefährlichsten Feinde Israels, gefährlicher als die ärgsten Verfolger, die je gegen Israel auftraten; gegen sie fordert er zum Kampfe auf. Er erinnert besonders an zwei solcher Feinde, nemlich an die Amalekiter und an Haman. Von den Amalekitern heißt es 2 Mose 17, 8—14, daß sie Israel in der Wüste feindlich entgegen kamen und wider dasselbe stritten; der Herr verhieß Mose, den Amalek unter dem Himmel auszutilgen, daß man seiner nicht mehr gedenke. In 5 Moses 25, 17—19 schärst Moses den Israeliten ein: Gedenke, was dir die Amalekiter thaten auf dem Wege, da ihr aus Egypten zöget, wie sie dich angriffen auf dem Wege und schlugen deine Hintersten, alle die Schwachen, die dir hinten nach zogen, da du müde und matt wärest, und fürchteten Gott nicht. Wenn nun der Herr, dein Gott, dich zur Ruhe bringet von allen deinen Feinden umher im Lande, daß dir der Herr, dein Gott, giebt zum Erbe einzunehmen; so sollst du das Gedächtniß der Amalekiter aus-