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Dibre Emeth · 1866-01-01 · 9-10 (1866) · page 8

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
22 (1866)
Issue
9-10 (1866)
Date
1866-01-01
Page
– (sequence 8)
Language
German
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136 bis in die neueste Zeit herein jeden Uebertritt vom Mühamedanismus zum Christenthume mit dem Tode bestraft, und auch nicht geduldet, daß den Muhamedanern das Christenthum verkündigt werden durste. Aber so wenig wir uns daher über die feindselige Gefinnung der Juden wundern, eben so wenig können wir darum diese Verkündigung und Verbreitung des Heils unter ihnen und unter den Nationen der Erde unterlassen. Daß Jesus von Nazareth der verheißene Messias und Erlöser der ganzen Welt ist, das steht uns so unerschütterlich fest, wie das Wort seststeht: „Höre, Israel, der Herr, unser Gott, ist ein einiger Herr." Diese Grundfeste der Wahrheit, wie sie in unserm Glaubensbekenntniß ausgesprochen ist, — daß Jesus Christus empfangen ist von dem heiligen Geiste, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontio Pilato, gekreuziget, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage wieder auferstanden von den Todten, ausgefahren gen Himmel, sitzet zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters, von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Todten — wird kein Feind, er sei wer er wolle, umstoßen. Steht aber diese Wahrheit fest, so steht auch der Befehl fest, den dieser Messias Jesus seinen Jüngern gab: „Gehet hin in alle Welt, und prediget das Evangelium aller Creatur." Dieser Auftrag geht an die Gemeinde Jesu Christi zu aller Zeit, und sie hat denselben auszurichten und das Evangelium zu predigen allen Menschen, also auch und zwar zunächst und vor Allemden Juden, von welchen das Heil gekommen ist. So lange es noch Menschen in der Welt giebt, seien es Heiden, oder Türken, oder Juden, die dieses Evangelium von Jesu Christo noch nicht haben und kennen, noch nicht an den einigen Messias und Erlöser glauben, so lange ist und bleibt es unsere heilige unerläßliche Pflicht und Schuldigkeit, das Panier von Christo dem Gekreuzigten vor allen Völkern aufzurichten. Wenn unsre Juden im 19. Jahrhundert, die Orthodoxen ebenso wie die Reformer, wirklich die Leute von „Tolerenz und Humanität" wären, für die sie sich stets ausgeben, so sollten sie doch diese Eigenschaften auch in der That zeigen, und uns Christen ebenso ruhig für die Ausbreitung des Christenthums arbeiten und wirken lassen, wie wir sie für ihre vermeintliche Aufgabe, die ganze Welt mit ihrem Judenthum zu beglücken,

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