Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 22 (1866)
- Issue
- 9-10 (1866)
- Date
- 1866-01-01
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Kirche, hat öffentlich erklärt, daß er, so lange er lebe, keine Misston mehr dulden werde. „Damit hört jedoch unsere Aufgabe in Bezug auf die armen FalaschaS nicht auf, sobald günstigere Zeitverhältnisse eintreten, müssen wir dafür sorgen, daß sie Belehrung in der Religion Israels erhalten. „Zum Schlüsse richtet noch das uns vorliegende Misstonsblatt die Frage an die ernsten, gläubigen Juden, an die Rabbinen und Lehrer in Israel, ob wir uns nicht ob der Werke der Barmherzigkeit freuen, welche die Missionäre an unfern unglücklichen Glaubensgenossen in Jerusalem üben. „Unsere Antwort darauf ist die, daß wir darauf hinwirken werden, daß von den Rabbinen in Jerusalem ein Cherem verhängt werde über die, welche von den Missionären noch ferner Unterstützung annehmen, so daß dieselben von jeder Chalukah (Vertheilung der Spenden) ausgeschlossen bleiben. Wir sprechen zu Euch, wie man zu der Biene spricht: Wir wollen weder deinen Stich noch deinen Honig. „Man mißverstehe uns nicht; Niemand kann so von Achtung und Liebe gegen unsre christlichen Mitbürger durchdrungen sein wie wir; wie wir für uns Tolerenz und Humanität verlangen, so sind wir stets bereit, diese gegen unsere andersgläubigen Mitmenschen zu üben; aber die Missionäre, die es sich zum „ „Geschäft"" machen, unsere Glaubensgenossen durch alle erdenklichen Mittel von ihrem Vater im Himmel abtrünnig zu machen, die müssen wir von unfern Brüdern fern halten mit aller Macht — n nö p^Djn ’l.h HDn^D Diese ganze Polemik „des Israeliten" geht also gegen die christliche Mission und besonders gegen die „Missionäre." Man kann und will es von Seiten der Juden nicht dulden, daß Christen unter ihnen auftreten, und ihnen das Evangelium von Jesu Christo verkündigen, daß auch für sie der Messias längst gekommen ist, durch den allein uns Sündern geholfen werden kann. Es darf uns diese Feindschaft gegen diese Botschaft und die Verkündiger derselben nicht befremden; denn es ist von Anfang an nicht anders gewesen, nicht blos seit und nach der Erscheinung des Messias, sondern auch schon in den Zeiten vor derselben. Es zeigt sich ja auch diese Feindschaft nicht allein unter den Juden, sondern auch bei den Heiden und Türken. Die letztem haben