Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 22 (1866)
- Issue
- 7-8 (1866)
- Date
- 1866-01-01
- Page
- – (sequence 26)
- Language
- German
- Belongs to
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Botschaften von dem Könige, — neuem Haß gegen uns, — einer hehren Schriftstelle, — verdächtige Warnung gegen mich und Rofenthal vor Hinrichtung, — volle und ganze Vergebung für R. und mich, — Loslassung Flads und der andern Misstonsag'enten, — Herm Bardels Rückkehr von Casala, — Einsperrung, — Königliche Botschaft, daß er die Ursache aller unserer Leiden sei, — Befreiung Rosenthals von den Fesseln, — Streit über religiöses Fasten zwischen dem Könige und mir, — sorglose Verwegenheit bei Anführung Jesaias 58, — öffentliche Unterredung zwischen dem Metropoliten und mir, — Verweigerung, ihn zu beschuldigen, — Folter mit Stricken, — Botschaft des Königs: „Ich weiß, daß Sie fich nicht fürchten zu sterben, ich werde Sie aber auch nicht tödten, im Gegentheil werde ich Sie in regelmäßigen Zwischenräumen foltern, bis das Fleisch in faulen Stücken von Ihrem Leibe fällt," — noch eine zweite Nacht furchtbare Folter, — endlich Fortschaffung aller Gefangenen nach Amba Magdala.*) Diese und die früheren Thatsachen, wenn sie vollkommen gezeichnet würden, würden ein Buch wahren Entsetzens und Grausens füllen, viel fremdartiger als die unwahrscheinlichste und erschreckendste Erdichtung. Gott segne Dich, und in der frohen und seligen Hoffnung, daß wir in der von Gott selbst bestimmten Zeit wieder werden vereinigt werden, verbleibe ich Dein treuer und Dich liebender Gatte Henry A. Stern. 6. Herr Rosenthal an Herrn Prediger Goodhart. Amba Magdala, Ende April 1865. (Erhalten den 6. Juli 1865.) Hochehrwürdiger und theurer Herr! Nachdem Sie diesen Brief gelesen haben, wollen Sie dann so gut fein, ihn an Herrn L. Eisner, Schristvorleser, zu Händen Herrn Prediger Christie zu befördern. H. R. *) Dies geschah Anfang November 1864.