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Dibre Emeth · 1866-01-01 · 7-8 (1866) · page 25

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
22 (1866)
Issue
7-8 (1866)
Date
1866-01-01
Page
– (sequence 25)
Language
German
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121 in Stücken aus der Garderobe der Frau Rosenthal und Frau Fl ad bestand. Was wir am höchsten schätzten, waren zwei Bibeln, eine Erquickung, deren wir uns seit sechs langer und schwerer Wochen nicht erfreut hatten. Der arme Joseph, dessen Gesundheit von Furcht, Schreck und Leiden völlig untergraben war, wurde nach Gondar gebracht, wo er nach achttägiger Krankheit (den 24. Decbr. 1863) seinen Odem aushauchte. Nach zwei oder drei Tagen der oben erwähnten Ereignisse kamen Herr Flad und Samuel wieder zu mir und baten mich an meine Freunde zu schreiben, um Herrn Flad'ö Mission den Erfolg zu sichern. Mechanisch willigte ich in den königlichen Befehl, und dann traf ich einige mündliche Anordnungen über diesen Gegenstand mit Herrn Flad. Ein zweites Jahr der Gefangenschaft schien unvermeidlich. Der König selbst verkündigte sein Uebereinkommen mit mir den Europäern in Gaffat. Wenn ich nach meinen Gefühlen recht urtheile, so machten sie in milder Weise Vorstellungen bei dem Könige gegen meine längere Haft, und statt der Maschine und des Verfertigers von Schießpulver durch mich, versprachen sie, daß sie Alles, was Se. Majestät verlange, selbst besorgen würden. Ihr Einwand schien dem Könige plausibel, und sie wurden ersucht nach Gondar ins Lager zu kommen, uns zu versöhnen, als Captain Cameron, der von diesem Allen nichts wußte, einen Brief schickte, indem er die Erlaubniß begehrte, in Uebereinstimmung mit der britischen Regierung auf seinen Posten nach Massowah abzureisen. Dies wurde wieder für meine und Herrn Rosenthals Aussichten verhängnißvoll, und am 3. Januar 1864 wurden Captain Cameron, seine europäischen Bedienten und alle Missionare in Fesseln gelegt, und wir mit ihnen zusammen in ein gemeinsames Gefängniß innerhalb des königlichen Lagers eingesperrt. Das Obige ist eine eilige, kurze und ungeschmückte Darlegung von Thatsachen, die Du gefälligst Herrn Goodhart mittheilen wollest zur Benachrichtigung Aller, welche Antheil nehmen an mir und meinen Mitgefangenen. Bei einer nächsten Gelegenheit will ich Dich, wenn ich Papier bekommen kann, mit einer Nachricht von dem folgenden Verlauf unserer Leiden versehen, nämlich: Den

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