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Dibre Emeth · 1866-01-01 · 7-8 (1866) · page 13

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
22 (1866)
Issue
7-8 (1866)
Date
1866-01-01
Page
– (sequence 13)
Language
German
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109 erkannt und in ihrem ganzen Opferdienst dargestellt wurde, der Glaube an das Blut der Versöhnung der Sünden geoffenbaret, welches der Messias, der Saame Abrahams und Sohn Davids opfern sollte, ohne welches kein Fleisch gerecht werden kann; und während sie bestimmt waren Zeugen dessen für alle Völker zu sein — und würden es auch gewesen sein, wenn sie sich nicht dem Unglauben hingegeben hätten, so haben sie überdies.noch die Verheißung, daß, wenn sie als Volk dies Alles glauben und annehmen, sie für die ganze Welt wie ein Leben von den Todten, und daß durch sie in dem Messias alle Geschlechter der Erde gesegnet werden sollen. Und was ist unser neues Testament, wenn sie es nur annehmen wollten, für das jüdische Volk anders, als ein Siegel alles dessen? Und welchen Beweggrund haben wir, ihnen dasselbe in die Hände zu geben? Wir sehen, wie sie gerade in dieser Zeit die Bestimmung erfüllen, welche als Folge ihrer Verwerfung ihrer heiligen Mission vorher verkündigt war; wir sehen, wie sie zum Sprichwort und zur Verachtung unter den Völkern geworden sind; wir wenden uns zu ihnen, als unfern ältern Brüdern, mit dem wahrsten und innigsten Mitgefühl, und indem wir ihnen die Offenbarung darreichen — in dem Neuen Testamente, in Tractaten, in Predigten und Unterredungen, welche allein ihre Sünde vernichten und ihr Elend wegthun kann, sagen wir zu ihnen mit liebendem Herzen und in liebenden Worten: „Der Herr spricht, siehe, ich lege in Zion einen Grundstein, einen bewährten Stein, einen köstlichen Eckstein, der wohl gegründet ist. Wer glaubet der fliehet nicht." „Mache dich auf, mache dich auf, Zion; schmücke dich herrlich, du heilige Stadt Jerusalem." O daß doch viel mehr auf diesen Ruf hören und das Heil annehmen möchten! Aber in dieser traurigen Zeit liegt die Frage nahe: „Wie lange werden wir dies Werk noch fortsetzen können?" Wir sind in ein Jahr eingctreten, auf das lange vorher schon in Vorempfindungen von denen hingedeutet worden, welche das prophetische Wort liebten und studirten. Eine genaue Berechnung können wir freilich nicht begünstigen, da wir unwissend und dem Jrrthume unterworfen sind; aber doch werden wir recht thun, wenn wir unsere Augen offen und unsere Herzen wachend halten. Und noch mehr sollten wir uns dazu entscheiden, keine Gelegenheit vorüber gehen

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