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Dibre Emeth · 1866-01-01 · 7-8 (1866) · page 12

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
22 (1866)
Issue
7-8 (1866)
Date
1866-01-01
Page
– (sequence 12)
Language
German
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108 ist bei Vielen die Taufe verzögert und selbst verhindert worden, gerade wegen der Schwierigkeit für ste die Mittel zu ihrem Lebensunterhalte ausfindig zu machen — und das ist gerade der Gegenstand der Klage auf all unfern Stationen. — Ueberdies ist es jetzt, wie wir glauben, viel weniger allgemein*), daß unsere jüdischen Brüder entweder uns anklagen — weltliche Lockspeise zum Uebertritt zum Christenthume darzubieten — was nie bewiesen werden konnte — oder ihre bekehrten Brüder, daß ste beim Uebertritt zu einem andern Religionsbekenntnisse die Abstcht nach irdischem Gewinn hatten." „Der Verkauf und das damit verbundene Studium des Neuen Testaments sind fortdauernd ermuthigende Züge unsers Werks, und die Wirkung des letztern verbreitet sich mehr und mehr über die Gemächer der Juden ungeachtet der manichfachen Anstrengungen, welche die Rabbiner und Andere machen, dies zu verhindern. Zur selben Zeit werden die Juden durch ihre eigenen Bibelgesellschaften wie auch durch unsere Verbreitung des Alten Testaments weit mehr mit Moses und den Propheten bekannt. Wir wünschen jetzt nur, daß das jüdische Volk im Allgemeinen die Stellung, in welche sie nach ihrer eigenen heiligen Schrift gesetzt sind, anerkennen möchten. Welches ist ihre Bestimmung, wie ste ihnen darin geoffenbaret ist und sich ihnen beständig ausdrängt? Der alleinige Fall, in welchem sie jetzt irgend eine Erfüllung des besonderen Zweckes in ihrer Lage anerkennen, ist, so viel wir wissen, daß sie Zeugen sind für die Einheit Gottes, oder wie sie es gewöhnlich nennen, für den Monotheismus. Aber wo ist irgend ein Beweis, daß ste auch nur das geringste positive Zeugniß sur diese Wahrheit unter den Völkern der Welt mit sich führen? Die Absicht Jehovahs in Betreff ihrer geht weit über dies hinaus, wie dies in ihren eigenen Schriften ausgedrückt, und von ihren eigenen alten Vätern zugestanden und beansprucht wird. Ihnen (den Juden) war, wie jene Väter richtig die Schriften erklären, das hohe und heilige Vorrecht anvertraut, die einzig wahre Lehre von dem ewigen Gott, als drei gleichen und gleich ewigen Personen in einem einigen göttlichen Wesen, zu bewahren; ihnen war, wie dies von ihrem Vater Abraham *) Mit Ausnahme der Herausgeber der Mg. Zeit, des Judenthums und des Israeliten, welche solche salsche Anklagen jetzt öfter denn je verbringen.

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