Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 22 (1866)
- Issue
- 7-8 (1866)
- Date
- 1866-01-01
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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106 und ihnen verleihen wolle, daß sie dieses Land und ihre Geliebten, wonach sie in ihrer Gefangenschaft so lange geseufzt habm, glücklich erreichen mögen." Im verflossenen Jahre war die Einnahme nur zwischen 3- und 400 Pfund, (2- bis 3000 Thlr.) mehr, als in dem vorhergehenden Jahre. Der Grund war der, daß 1500 Pfund (10,000 Thlr.) weniger an Legaten eingegangen waren. Dagegen betrug die Mehreinnahme der Hülfsvereine in England 1350 Pfund (9,000 Thlr.) mehr, als im vorangegangenen Jahre, ein Zeichen, daß das Werk in der Kirche Christi eher mehr Boden gewinnt, als verliert. Die Gesammteinnahme belief sich auf 34,992 Pfund 1 Schilling und 6 Pence, oder etwa 233,300 Thaler; die Ausgabe dagegen auf 38,858 Pfund 11 Schillinge, und 9 Pence, oder etwa 259,100 Thaler. Hierin sind jedoch die Ausgaben eines fünften Vierteljahres für die auswärtigen Missionen begriffen, um sie ins Gleichgewicht mit dem Abschlüsse der Jahresrechnung am 31. März anstatt des 31. Decembers zu bringen. Die Beiträge zur Unterstützung armer Proselyten beliefen sich nur, mit Einschluß von zwei bedeutenden Geschenken, zusammen 300 Pfund, auf 417 Pfund, 16 Schilling und 2 Pence, oder ungefähr 2790 Thaler, die Ausgaben auf 302 Pfund 11 Schillinge 3 Pence, oder etwa 2015 Thaler. Das ist freilich nur eine geringe Summe, wenn man bedenkt, wie viel arme Proselyten es giebt auf den vielen Stationen, auf welche sie vertheilt wird. Nimmt man an, daß etwa 100 Missionare thätig sind, so würde auf jeden derselben etwa 20 Thaler kommen. Die Juden, welche die Missionare beschuldigen, daß sie Judenseelen kaufen, und besonders die Herrn Doctoren Philippson und Lehmann, welche solchen Unsinn in ihren Zeitschriften, der Allgemeinen Zeitung des Judenthums und des Israeliten, immer wieder und wieder auftischen, können hieraus leicht ersehen, wie viel Judenseelen ein Missionar mit solcher Summe kaufen kann. Sie müssen in der That eine Judenseele für Nichts achten. Aber sie wissen es auch ganz gut, daß sie mit solchem Gerede nur Unwahrheit berichten, denn bisher wird ihnen noch kein Proselyt haben sagen können, daß er von diesem oder jenem Missionar erkauft worden ist. Die