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Dibre Emeth · 1866-01-01 · 7-8 (1866) · page 6

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
22 (1866)
Issue
7-8 (1866)
Date
1866-01-01
Page
– (sequence 6)
Language
German
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102 „Erstlich das die Jüden die man bei den Christen vermeinet zu gedulden mit dem eidt vorsprechen und zusagen, bey den ihren kein lesterung, Widder Christum unser» Herrn, und seine heilige Religion zu treiben noch zu gestaten, sondern sich des allein zu halten, das ihnen Mose, und die Propheten vorgeben haben, Und das sie auch die ihren mit keiner satzung ihrer Thalmutischen lerer beschweren, welche dem gesatz und den Propheten nicht gemeß sein, denn durch die Thalmutischen gottlosen gedichte die armen guthertzigen Jüden von unser waren Religion, zum fürnemesten abgehalten werden. „Nu ist aber ein jede Christliche oberkeit schuldig, auch diesen armen leuten, wo sie die unter ihren schütz nimpt, zu ihrem heil zuvorhelffen, und so lang sie inn ihrem schütz sein, nicht zu gestatten, das sie daran jemandes verhindere odder verletze." „Zum Andern" geht der Vorschlag dahin, daß die Juden keine neue Sinagoge bauen; „zum Dritten," daß sie nicht mit den gewöhnlichen Christen, sondern nur mit „besonders dazu verordneten Predigern von der Religion disputiren." „Zum vierden, das sie zu den predigen, die man ihnen innsonderheit verordnen sol, denn nicht alle predigen den Jüden besserlich sein werden, sampt ihren Weibern und lindern komm wollen, denn man auch ihnen, wie gesagt, zu ihrem heil verhelffen sol so viel man kan." Dann gedenkt der „Vorschlag" des Handels und Wuchers der Juden, gegen welchen „ein ide Oberkeit schuldig sein wird, auch diese ergernis abzustellen und zu verschaffen.. „Erstlich das die Jüden überall niemands zum Wucher etwas leihen, „Zum andern das ihnen auch alles grempffeln und keufmans Hendel verbotten werden. „Denn weil sie sich bereden, sie haben sug uns zu bringen, und das unser an sich zu ziehen, wie sie es allein hinaus zu bringen verhoffen, als die nach den verheissung ihres gesetzes unser Herrn und wir ihr eigene Dienst sein sollen, werden sie sich allweg drein schicken, das sie mit den Christen, zu derselbigen nachtheil, hantieren." „Nu aber bey welchen man sich des betrugs eigentlich zu versehen hat, denen sol man kein hantierunge gestatten, die auff glauben und

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