Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 22 (1866)
- Issue
- 5-6 (1866)
- Date
- 1866-01-01
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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der Völker geworden und zu ihr wenden sich noch heute die fernen Heiden, die durch sie von allen Gräueln des Götzendienstes zur Erkenntniß des lebendigen Gottes gelangen. Und wenn Israel noch heute, wie vor 1800 Jahren spricht: Wir wollen nicht, daß diese Wurzel Jsai's, der Messias über uns herrsche, so wird es doch einst seinen Jrrthum erkennen und sich zu ihm bekehren. Das versichert uns das prophetische Wort an vielen Orten, wie schon oben gezeigt wurde, und diese Versicherung wird einst erfüllt werden zu seiner Zeit, und eilt dem Ende zu, und wird nicht lügen. Ob sie aber verzieht, so harre ihrer, sie wird gewißlich, kommen und nicht ausbleiben. — r — Briefe von den Gefangenen in Abyffinien, nur für den Privatgebrauch gedruckt. Wie gern wir unfern Lesern diese Briefe auch sofort mitgetheilt hätten, sobald sie in unseren Händen waren, so durften wir dies doch nicht thun, weil sie ja eben nur zum Privatgebrauch gedruckt worden waren. Dieser Verpflichtung glauben wir aber jetzt entbunden zu sein, da vor Kurzem spätere Briefe von den Gefangenen im Buchhandel erschienen sind, wobei zugleich die Bemerkung gemacht wird, daß auch die früher» Briefe in derselben Buchhandlung zu haben sind. Ueberdies ist ja auch der Grund, warum die Briefe nicht veröffentlicht werden sollten, nicht mehr vorhanden. Nach einer vor Kurzem eingegangenen telegraphischen Depesche sind die Gefangenen jetzt frei und dürfen das Land ihrer schweren und langwierigen Leiden ungehindert verlassen. Sind die Briefe nun auch unterdeß etwas M geworden, so glauben wir doch, daß sie immer noch mit dem größten Interesse und inniger Theilnahme an den großen und schweren' Leiden der Gefangenen werden gelesen werden. Wir lassen sie nun hier folgen: