Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 22 (1866)
- Issue
- 5-6 (1866)
- Date
- 1866-01-01
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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77 gegangen sei. Wir glauben dies so klar und zweifellos nachgewiesen zu haben, daß wir mit Recht abermals die Warnung herausziehen können, hinsichtlich dessen, was man dem Judenthume zuschreibt, vorsichtiger zu sein, um nicht immer wiederholt der Wahrheit ins Gesicht zu schlagen." Er glaubt also wirklich, seine Ansichten über das biblische Königthum, die auf Unglauben beruhen und „der Wahrheit ins Gesicht schlagen," so klar nachgewiesen zu haben, daß sie über allen Zweifel erhaben seien. Dem gegenüber wird die Recapitulation nicht überflüssig sein, daß aus obiger Auseinandersetzung klar hervorgeht, 1) daß das israelitische Königthum keine heidnische, sondern eine göttliche Institution war, indem es längst vor Moses und vor dem Auftreten Samuels von Gott verheißen wurde; 2) daß selbst die Erbfolge im Königthum im Gesetze Moses ausgesprochen wurde; 3) daß selbst vor Einführung der Monarchie keine Republik, sondern eine Theokratie in Israel bestand, indem Gott selbst der König und der jedesmalige Prophet Vermittler war; 4) daß das israelitische Königthum von Gottes und nicht des Volkes Gnaden war, indem die ersten Könige von Gott selbst erwählt und auf dessen Befehl vom Propheten gesalbt wurden; 5) daß die Ehrfurcht vor dem Könige und dessen Unantastbarkeit von Gott vorgeschrieben, aber keine heidnische, von Israel angenommene Sitte waren. Schließlich muß noch daran erinnert werden, daß das israelitische Königthum nicht nur für die Zeit der israelitischen Herrschaft in Palästina und für Israel allein, sondern für ewige Zeiten und für alle Völker verheißen wurde. Nach 2. Sam. 7, 16, Psalm 89, 5. 29. 30. 37 und 38. und anderen Schriftstellen verspricht Gott dem König David, daß seine Herrschaft ewig bestehen, sein Same vor ihm ewig sein und sein Thron so lange wie Sonne und Mond dauern soll, und nach Jes. 11, 10 soll die Wurzel Jsai's zum Panier der Völker stehen, und die Heiden sollen nach ihr fragen oder auch nach dem Terte sich»zu ihr wenden. Diese Verheißungen sind längst in Erfüllung gegangen, der Same David's herrscht auch nach dem Untergange des jüdischen Staates, die Wurzel Jsai's ist in dem längst erschienenen Messias zum Panier