Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 22 (1866)
- Issue
- 5-6 (1866)
- Date
- 1866-01-01
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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- Hebron 1× ep/1047559
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73 er Saul zum Könige salben soll, was er auch gleich gethan. Aber Samuel wollte, daß das ganze Volk es mit eigenen Augen sehen sollte, wen der Herr zum Könige Israels bestimmt hat, daher nahm er das Lyoö vor, und als solches Saul bezeichnete, rief er aus: „Sehet ihr, welchen der Ewige erwählet hat." Und ehe noch das Königthum auf eine andere Person aus einem andern Stamme überging, auf David nämlich, war auch dieser auf Befehl Gottes von Samuel zum König gesalbt worden, und so bekannt war dieses später in Israel, daß, als alle Stämme zu David nach Hebron kamen, um ihn als König einzusetzen, fie das nicht aus eigener Wahl thaten, sondern sich auf Gott beriefen, indem sie sprachen: „Schon gestern und ehegestern, da Saul König war über uns, warst du es, der Israel aus- und einführte, und der Ewige hat zu dir gesprochen, du sollst weiden mein Volk Israel, und du sollst ein Fürst sein über Israel" (2. Sam. 5, 2.) Auch ließ ihn Gott durch den Propheten Nathan wiederholt daran erinnern, daß er ihn zum Könige eingesetzt hat (2. Sam. 5, 8 u. 12, 7). Das Königthum in Israel war also nicht von des Volkes, sondern von Gottes Gnaden, weil die ersten beiden Könige von Gott selbst gewählt wurden und dem zweiten, David, die Erbfolge verheißen wurde. Die Ehrfurcht vor den Königen in Israel. In seiner Verkehrtheit geht Philippson so weit, zu behaupten, daß die Ehrfurcht vor dem Könige und dessen Unantastbarkeit mit dem Königthum zugleich von den heidnischen Völkern zu Israel übergegangen seien. In dem besprochenen Artikel sagt er gleich nach den oben angeführten Worten: „Wie das Königthum sofort angesehen ward, ersteht man aus den Worten Davids in der Höhle, als man an den ihn verfolgenden Saul Hand anlegen wollte (1. Sam. 24,7): „Fern lasse es von mir der Ewige sein, daß ich solche Sachen meinem Herrn thue, dem Gesalbten des Ewigen, meine Hand wider ihn auszustrecken, denn der Gesalbte des Ewigen ist er." Hieraus erkennt man Zwiefaches: 1)daß in der Salbung eine symbolische Heiligung, eine Verbindung der Königswürde mit Gott, ein unmittelbares Verhältniß der Königswürde zu Gott, und darum die Unantastbarkeit der gesalbten Person des Königs enthalten war, 2) aber, daß diese Begriffe, so wie die Sitte selbst gleich mit dem Beginne des Königthums in Israel gel-