Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 22 (1866)
- Issue
- 3-4 (1866)
- Date
- 1866-01-01
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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- IRI
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- Beirut 1× ep/1047833
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48 Christen in der Türkei — den Rajahs — so furchtbar lastet, den Protestanten besonders fühlbar gemacht, die Berechtigung zum Grundbesitz und zur Eidesleistung vor Gericht genommen, und das Alles unter den Augen und mit Billigung des Vertreters der Englischen Nation, deren Kirche eifriger denn alle andern in dem Baue des Reiches Gottes ist, aber deren Regierung als Richtschnur ihrer Politik nur das eigene Interesse kennt und von demselben geleitet das in sich morsche türkische Reich in künstlichster Weise stützt und vor jeder Gefahr ängstlich behütet. Was Wunder, daß der Bischof Gobat in seinem diesjährigen Rundschreiben darüber klagen muß, daß die Arbeit unter den Bekennern des Islam im heiligen Lande unter diesen Umständen fast ganz lahm gelegt worden ist. Zwar hat der Reiseprediger Carabet, welcher eine ganz besondere Gabe für die Arbeit unter den Muhamedanern empfangen hat, auch in diesem Jahre wieder in zehn Gemeinden in dem oberen Syrien und Mesopotamien gewirkt; fünfzehn Muhamedaner waren schon vorbereitet zur heiligen Taufe, als zwei andere Muselman, welche schon früher Christen geworden waren, aus Damaskus und dem Libanon nach Beirut geschickt und den Behörden überliefert wurden. Einer von ihnen wurde nach Constantinopel deportirt und verschwand spurlos, der andere auf die Galeeren, wo er in der ersten Nacht in Gegenwart eines der Soldaten, welche sich zur Aufnahme ins Christenthum gemeldet hatten, ermordet wurde. In Folge dieser Kunde wurde natürlich die Taufe verschoben, und doch ist es eine unläugbare Thatsache — dies sind die Worte des Bischofs selbst — daß überall in Palästina, Syrien, Mesopotamien und Bagdad Muhamedaner sind, welche nicht mehr befriedigt mit dem Koran begonnen haben die Wahrheit des Christenthums zu suchen und, wenn sie sich nicht vor der Verfolgung der türkischen Regierung fürchteten, gewiß zum Christenthum übertreten würden. O möchte Gott in Constantinopel Leute erwecken, wie jenen Lord Stratford de Redcliffe, welcher von der Pforte den Hatti Humayun zu erlangen wußte, jenes Gesetz, welches vollständige Religionsfreiheit im ganzen türkischen Reiche verkündigte, und heute thatsächlich vollständig aufgehoben ist. Erfreulicheres läßt sich berichten von den kleinen protestantischen Gemeinden, welche aus den alten Kirchen her-