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Dibre Emeth · 1866-01-01 · 3-4 (1866) · page 14

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
22 (1866)
Issue
3-4 (1866)
Date
1866-01-01
Page
– (sequence 14)
Language
German
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46 erstand und gen Himmel fuhr, nach Hunderten ja Tausenden zu z zählen sind. Während früher die Herrscher der Erde die Stadt! des großen Königs gar keiner Beachtung würdig hielten, ftnden! sie heute die politisch bedeutendsten Männer zu ihrer Vertretung dort hin. Jerusalem ist mehr denn je der Ort geworden, wo nicht nur alle christlichen Confesstonen, sondern auch andere Religionen, eine mächtige Thätigkeit zu entfalten suchen. Die Juden haben ihre große Synagoge, die Mohamedaner die prachtvolle Moschee Omars auf dem Tempelberge, die römische, griechische und armenische Kirche begnlkgen sich nicht mehr mit dem kleinen Raume in der heiligen Grabeskirche, zu deren Restauration die Kaiserin von Frankreich einen öffentlichen Aufmf an die Fürstinnen Europas hat ergehen lassen, sondern bauen prachtvolle Kathedralen, Klöster und Pilgerhäuser. Sollte unsre theure evangelische Kirche es da verantworten können, die mit der Gründung des Bisthums heute vor vierundzwanzig Jahren senfkornartig begonnene Arbeit im Stiche zu lassen? Ja müssen wir nicht sagen, daß in Jerusalem alle die mannigfachen Arbeiten unserer Kirche zur Verkündigung des lauterem Evangeliums unter Heiden, Muhamedanern, Juden, unter den Gliedern der alten, zum Theil innerlich todten Kirchen, ja an unseren eigenen Glaubensgenossen, die das Vaterland verlassen um dort eine neue irdische und damit vielleicht die rechte himmlische Heimath zu finden, sich vereinigen? Die mannigfachen Vereine für Heiden-, Juden- und Innere Mission, selbst der gesegnete Gustav- Adolph-Verein haben dort ein reiches Arbeitsfeld, so daß alle Mitglieder dieser Vereine schon deßhalb unserer Jerusalemssache ihre besondere Theilnahme zuwenden sollten. Um desto besser erkennen zu können, welche Bedürfnisse grade augenblicklich unsere besondere fürbittende Theilnahme und opferfreudige Hülfe in Anspruch nehmen, laßt mich vorher in kurzen Zügen erzählen, welcher Segen bis jetzt von dem Bisthum der anglikanischen Kirche und von den Anstalten unserer deutsch- - evangelischen Kirche ausgegangen ist. In der schönen reingothischen Kathedrale des Bischofs Gobat auf dem Berge Zion finden jeden Sonntag vier Gottesdienste in englischer, deutscher, hebräischer und arabischer Sprache statt und in der Woche

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