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Dibre Emeth · 1866-01-01 · 3-4 (1866) · page 12

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
22 (1866)
Issue
3-4 (1866)
Date
1866-01-01
Page
– (sequence 12)
Language
German
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44 wort: Laß dir Jerusalem im Herzen sein! den bitte und beschwöre ich um seiner Seelen Seligkeit willen: Gedenke des Herrn im fremden Lande, denn du bist noch fern vom geistlichen Jerusalem, von der Stadt Gottes und ihrer Bürgerschaft, fern von deinem Heil, das nirgends anders, als in Christo. Suche Jesum, — und wenn du Ihn gefunden, dann wird auch dir Jerusalem im Herzen sein! Wir Alle aber wollen uns vereinigen in dem Gelübde: Auf, laßt uns Zion bauen Mit fröhlichem Vertrauen, Die schöne Gottesstadt! Wenn wir ans Werk erst gehen, Wird sie bald fertig stehen, Wohl dem, der mit gebauet hat! Amen. Psalm 48. Festbericht des Pastor von Coelln. Wiewohl ich erst seit kurzer Zeit in meine Vaterstadt Breslau zurückgekehrt bin, und bisher für den Jerusalems-Verein, dessen Jahresfest wir heute feiern, noch nichts habe thun können, da mein eigentliches Arbeitsfeld für die Bestrebungen der innern Mission einen persönlichen Mittelpunkt zu bilden, an sich alle Zeit und Kraft in Anspruch nimmt — so bin ich doch aufgefordert worden den Festbericht zu geben; wohl hauptsächlich deßhalb, weil ich in meiner bisherigen siebenjährigen Wirksamkeit in Belgrad, der Pforte des Orients, den Arbeiten im heiligen Lande näher stand, als mancher Bruder in der Heimath. Gar oft kam ich in Berührung mit Pilgem aus den verschiedensten Kirchen, mit jenem ehrwürdigen Archimandriten Hadji Stephan, der dreimal in das heilige Land wallfahrtete, mit römisch-katholischen Büßern, welche durch Almosen, deutsch-evangelischen Handwerksburschen, welche durch wohlverdienten Arbeitslohn das ferne Ziel zu erreichen suchten, die einen, um Gottes Lohn für ein gutes Werk zu empfangen, die andern, um Gottes Gnade an den heiligen Stätten desto fühlbarer zu schmecken. Missionare und Agenten der britischen Bibelgesellschaft, mit dem gelobten Lande wohlbekannt, weilten wiederholt unter meinem Dach. Es war mir eine längere Unterredung mit jenen drusischen Häupt-

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