Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 22 (1866)
- Issue
- 3-4 (1866)
- Date
- 1866-01-01
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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4S Hinausgestoßen sind sie und dem Jammer überlassen dort, wo der Heij land wandelte, der im heutigen Evangelium zu dem Aussätzigen spricht: jj Sei gereiniget! groß ist das Elend der andern Kranken und der verlassenen Kinder. Da gilt'ö innere Mission treiben! Wahrlich, wer ein Herz hat für innere Mission, d. h. für die Werke der Barmherzigkeit im Vaterlande, — er wird auch Jerusalem im Herzen haben müssen, dort wird der Kampf gegen Unglauben, Sünde unv Elend gekämpft unter den Augen des Gekreuzigten. Sollte nicht das Auge des erhöhten Heilands mit besonderer Vorliebe auf dm Stätten ruh'n, wo Er im Fleische wandelte, wo Er die Erlösung der Welt vollbrachte. Und sollten wir es gestatten, daß dies liebeglühende Heilandsauge gerade in Jerusalem uns müßig fände in Seiner Nachfolge?! Nein, es soll nicht also sein. Alles, was zur innern Mission treibt, ruft uns auch zu: Laßt euch Jerusalem im Herzen sein! Wiederum rufe ich: Laßt euch Jerusalem im Herzen sein! Bedenket, was es sein wird! Sollte seine Zukunft nicht seiner Vergangenheit entsprechen!? In Cap. 21 der Offenbarung sieht St. Johannes einen neuen Himmel und eine neue Erde, denn der erste Himmel und die erste jetzige Erde war vergangen. Und er sähe weiter die heilige Stadt, das neue Jerusalem von Gott aus dem Himmel herabfahren, zubereitet als eine geschmückte Braut ihrem Manne; und er hörte eine große Stimme: Siehe da eine Hütte Gottes bei den Menschen, und Er wird bei Ihnen wohnen. — Ich frage: Sollte es ohne Bedeutung sein, daß die Gotteswohnung auf der neuen, verklärten Erde, deren wir harren, mit dem Namen Jerusalem genannt wird? Sollte dies neue Jerusalem nicht in einer sehr engen Beziehung stehen zu dem alten, dem jetzigen Jerusalem, nicht in derselben Beziehung, wie die neue Erde zu der gegenwärtigen?! Sollte eS leere Ahnung sein, daß Jerusalem, wie es der Ausgangspunkt des Reiches Gottes für die jetzige Erde gewesen, auch Ausgangs- und Mittelpunkt der herrlicheren Gottesoffenbarung für die neue Erde sein wird! — Und Israel, das jetzt im Großen noch verblendete und darum von Jerusalem verstoßene Bundesvolk — sollte eS ferne bleiben vom heiligen Lande, wenn die Zeit seiner Wiederbringung gekommen ist, nachdem die Fülle der Heiden eingegangen ins Reich Christi! Sollte es