Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 21 (1865)
- Issue
- 11-12 (1865)
- Date
- 1865-01-01
- Page
- – (sequence 30)
- Language
- German
- Belongs to
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einigevon uns haben Sie eben erst schätzen gelernt, und sie würden. Wie ich überzeugt bin, nach, einiger Zeit regelmäßig Ihre Predigt und Unterweisung besuchen, und mit der Zeit möchten Sie auch hier einige zum Christenthum bekehrte Israeliten zählen können. Dieselben Wünsche wurden fast in gleicher Sprache gegen Solomon geäußert. In wiefern dies ernst gemeint war, kann ich nicht sagen, aber ich glaube gewiß, daß sie anfingen, mich besser zu verstehen und mir mehr zu vertrauen. Den 8. — Sonnabend. Da dies mein letzter Sonnabend in K. war, ging ich mit Solomon in den jüdischen Stadttheil, und wurde da von mehreren meiner jüdischen Bekannten sehr freundlich ausgenommen. Ich sprach mit ihnen sehr ernst und liebevoll von dem Gegenstände, wovon ich ein Botschafter an Christi Statt an sie sei, und ich bj» dankbar sagen zu können, daß sie dies Mal viel aufmerksamer waren. Den 9. — Sonntag. Ich hatte vollständigen Gottesdienst; die Versammlung war zahlreicher, als gewöhnlich, und ich predigte über Matth, 26, 38 — 41. Meine Zuhörer schienen sehr bewegt und von dem Gegenstände des Tages, den ich mich bemühte, ihnen in meiner Predigt vor Augen zu stellen, sehr ergriffen zu sein. Am Abende versammelten sich mehrere Personen, denen ich das Gebet des Herrn Märte, und dann schloß ich mit einem freien Gebete. Den 10. — Diesen Morgen besuchte ich mehrere Juden, von denen ich wünschte Abschied zu nehmen, ehe ich mich auf den Weg nach Bagdad machte. Unglücklicher Weise waren sie alle sehr beschäftigt mit Vorbereitung zum Passafeste, so daß ich nur wenig Gelegenheit hatte, mit ihnen so viel über unsere heilige Religion zu sprechen, als ich wünschte. Ereignisse im Oriente. Im Scptemberhefte des Jewish Intelligence lesen wir Folgendes: . „Palästina leidet gegenwärtig an den schrecklichen Wirkungen furchtbarer Schwärme von Heuschrecken und an Wassermangel. Der Bischof von Jemsalem schreibt: Ich habe überall von Jerusalem bis Jaffa , vonHMa bis Nazareth, in den Ebenen von Esdrälon, sehr zahlreich um Nablus, und von Nablus »ach Jerusalem Heu-