Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 21 (1865)
- Issue
- 11-12 (1865)
- Date
- 1865-01-01
- Page
- – (sequence 27)
- Language
- German
- Belongs to
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187 das ist nicht die Antwort auf Ihre ursprüngliche Frage, eSist nur eine Parallelstelle; Ihre Schwierigkeit wird jedoch einfach in der Thatsttchr beseitigt, daß in prophetischen Stellen eine vollständige Mchtachtung der Zeiten vorhanden ist, wie zum Beispiel in der berühmten und köstlichen Stelle Jefaias 9, wo von einem Wnftigen Ereignisse mw als von einem vergangenen die Rede istr „Denn ein Kind ist Ms geboren, ein Sohn ist uns gegeben," u. s. w. Ich möchte auch noch eine andere Stelle anführen, wo die gegenwärtige und zukünftige Zeit abwechselnd als eine prophetische Zukunft gebraucht werden, nämlich i Mose 26, 3: „Sei ein Fremdling in diesem Lande, und ich werde mit dir sein und dich segnen." So sehen Sie, daß Ihre Frage in der That nichts bedeutet und nur ein Geschwatze über Motte ist. Die Wahrheit der Verheißung sowohl, als des Segens bleibt unstreitig stehen , und ist im Christenthum erfüllt. Nun fuhr ich sott, diese Weissagung sowohl wie mehrere andere, welche die Ankunft und das Werk des Messias berühren, zu erklären und bei ihnen länger zu verweilen. Ich bin dankbar, sagen zu können, daß meine Zuhörer dies Mal mehr Geduld und Aufmerksamkeit zeigten, und ich hoffe in der That, daß sie Nutzen von dem, was sie gehött, gehabt haben und in Ewigkeit haben werden. Den 6. — F. — und mehrere andere Juden kamen mit einem kranken Kinde zu mir, für das sie mich baten Medicin zu verschreiben. Nachdem ich ihnen erklärt hatte, welches das beste Heilmittel für das Kind sein würde, und sie unterwiesen hatte, wie dasselbe anzuwenden sei, sprach ich wieder zu ihnen über den Gegenstand, der mir am Meisten auf dem Herzen lag, und gab mir Mühe sie mit Güte und Argumenten zu veranlassen, die Schrift zu durchforschen, und wenn sie darin finden, daß unsere Lehren wahr sind, dann trotz aller Hindernisse und weltlicher Vottheile an den Herrn Jesum Christum zu glauben^. Während ich mit ihnen sprach, trat der chaldäische Bischof, welcher von den Juden geachtet und geliebt wird, herein; bei seinem Eintritte standen die Juden von ihren Sitzen auf und wollten sich nicht wieder niedersetzen bis er es ihnen hieß. Er bat sie sehr höflich, sich nieder zu setzen und ersuchte mich in meinem Gespräche fottzufahren, da er sehr gern hören möchte, wie ich den Gegenstand behandle. Ich