Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 21 (1865)
- Issue
- 11-12 (1865)
- Date
- 1865-01-01
- Page
- – (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
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Zuttz; „Und es geschah, als David gekommen war bis an die Spitze, woselbst er sich zu bücken pflegte vor Gott, stehe da kam ihm Chuschai der Arki entgegen mit zenißenem Rocke und Erde auf seinem Haupte." In diesen Worten haben die jüdischen Weisen die Absicht Davids entdeckt, daß er Abgötterei begehen wollte. Es würde uns aber hier zu weit ftihren, wollten wir den Lesern deutlich machen, auf welche Weise die Talmudisten ihre Behauptung Und Beschuldigung zu beweisen suchen. Wir denken, alle solche Schrifterklärungen richten sich selbst und ihre Verfasser. Was auch immer die Triebfeder in den jüdischen Weisen gewesen sei, die Zeugnisse der heil. Schrift so zu entstellen und häufig in ihr grades Gegentheil zu verdrehen: so ist soviel gewiß, es war und ist nicht die Pietät und Hochachtung, die uns dem Worte Gottes gegenüber geziemt. Eine solche Behandlung der heil. Schrift verräth mindestens einen höchst leichtsinnigen Charakter, der selbst vor dem Heiligen keine Scheu hat. Man wird da nur an das Wehe erinnert, das Jes. 5, 20. 21 geschrieben steht: „Wehe denen, die Böses gut, und Gutes böse heißen; die aus Finsterniß Licht, und aus Licht Finsterniß machen; die aus Sauer süß, und aus Süß sauer machen. Wehe denen, die bei sich selbst weise find, und halten sich selbst für klug." Der Herr wolle sein armes Volk von solcher Schristerklärung befreien und sein reines, lauteres Wort ihnen zu Gemüthe führen, damit sie die Wahrheit erkennen und die Wahrheit sie frei mache. — Missionsnachrichten. Bagdad. Im Octoberhefte des Jewish Intelligence lesen wir folgende Mittheilung von Herrn Prediger Eppstein über eine Reise nach Kukuk: : Den 1. April. Diesen Nachmittag besuchte ich das Medrasch (Gelehrtenschule) des Herrn D. N. — welcher für den größten Gelehrten im Talmud zu Kirkuk gehalten wird, und der, wie man Uns sagte, sich sehr gern mit uns über Religion unterhalten würde , da man ihn, wie er auch selbst von sich glaubte, für tüchtig hielt, all unsere Beweise zu widerlegen und unsere Jrrthümer bloß zu legen. Wir kamen zur rechten Zeit und setzten uns in der Nähe deöChacham nieder; aber als wir anfingen mit ihm über das Christenthum zu sprechne,