Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 21 (1865)
- Issue
- 11-12 (1865)
- Date
- 1865-01-01
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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166 Führung und als Mittel, um den Begriff von der Unkörperlichkeit Gottes zu bewahren, benutzt, theils als wirklich bestehend annimmt, dabei aber überall sich damit ganz im Allgemeinen zurückhält. Zum eigentlichen Gegenstände des religiösen Glaubens , zu einem wirklichen Momente und Bestandtheile der Glaubenslehre werden sie nirgends gemacht." Eine so sinnlose Auseinandersetzung, eine so verkehrte Logik ist kaum jemals zum Vorschein gekommen. „Aus Vorsicht die Unkörperlichkeit Gottes vor jedem Mißverständnisse zu wahren," werden Engel der unmittelbaren göttlichen Mittheilung nahegestellt und mit Gott abwechselnd dargestellt. Diese angebliche „ Vorsicht" muß aber das Gegentheilvondem, was sie bezwecken soll, bewirken, die Unkörperlichkeit Gottes iväre ja am besten gewahrt, wenn die Erscheinung der Engel wegbliebe und dieselben mit Gott nicht abwechselten; die Abwechselung aber weist eher auf eine gewisse Identität und eine Vermittlung hin. Uttd nachdem alle Hebel in Bewegung gesetzt, eine Unzahl von Sophismen aüsgekramt worden sind, um die Eristenz der Engel wegzudeüteln, kann doch der Herr Rabbiner nicht umhin, dieselbe wieder zuzugeben, nur beschenkt er uns mit einer neuen Definition über Wesentliches und Unwesentliches in der Bibel, über Gegenstände, die zum religiösen Glauben gehören, und solche, die dazu nicht gehören. „Die eigentliche Lehre des alten Testaments enthalte durchaus nicht die Eristenz von Engeln und werde von ihnen nicht berührt, die geschichtliche Erzählung und die poetische Auffassung (sie! ) hingegen setze die Eristenz von Engeln voraus." Für's erste gebraucht der Herr Rabbiner sein gewöhnliches „Mkttelchen," Schriftstellen, die ihm nicht conveniren, gar nicht anzuführen. Ist denn das etwa keine Lehre? kein Befehl? wenn der Herr 2. Mos. 23, 20—22 zu Moses sagt: „Siehe, ich sende einen Engel vor dir her, dich zu behüten auf dem Wege und dich zu bringen an den Ort, den ich bereitet habe. Hüte dich vor ihm und gehorche seiner Stimme, sei nicht widerspenstig gegen ihn; denn er wird euer Uebertteten nicht vergeben, denn mein Name ist in ihm. Wirst du aber auf seine Stimme hören und alles thun, was ich reden werde: so werde ich befeinden deine Feinde und bedrängen deine Bedränger." Gehorsam gegen die Aussprüche des Engels, den Jesajas Cap. 63, 9 den Engel des Angesichts Gottes nennt, wird hier aus-