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Dibre Emeth · 1865-01-01 · 9-10 (1865) · page 24

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
21 (1865)
Issue
9-10 (1865)
Date
1865-01-01
Page
– (sequence 24)
Language
German
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Helfer. Unser Gott, der auf Erden geredet hat, thront nun im Himmel. Und Ihr, meine ehrwürdigen Brüder,. vertrauet auf das theure Wort Gottes und sprechet als Männer, welche an dasselbe glauben. „Ich glaube, darum rede ich," spricht der Apostel. Wir glauben, und darum reden wir. O! argumentirt nicht wie Männer, die da zweifeln. Wenn Ihr Zweifel habt in Emen Seelen, so suchet sie im Gebet auf Euern Knieen und in Eurem Studierzimmer nnt Gott und mit Euern Büchern zu lösen; aber theilet sie nicht Euern arglosen Zuhörern mit, indem Ihr auf Euern Kanzeln zweifelhaft sprecht. Da steht Ihr als Botschafter an Christi Statt mit den Anweisungen Eures Königs, und Ihr habt kein Recht, Eure eigenen Speculationen daselbst vorzubringen. Euke Botschaft ist von Gott; und wenn Ihr saget, dem stehen Schwierigkeiten im Wege — Ihr fühlt Schwierigkeiten, so wollen wir das zugeben. Auf welche Art der Handlungen Gottes mit dem Menschengeschlechte könnet Ihr sehen ohne auf einige Schwierigkeiten zu stoßen? Und vorausgesetzt, daß selbst alle ursprünglichen Worte der Urschrift auf wunderbare Weise erhalten worden wären , glaubt Ihr, daß wir in ihrer Erklärung und in ihrer Vergleichung mit dem Verlauf derDinge, auf keine Schwierigkeiten, moralische Schwierigkeiten, wohl berechnet, das Vertrauen moralischer Seelen zu prüfen , stoßen würden? Aber dieses Wunder ist nicht geschehen, und die Schwierigkeiten haben sich vermehrt durch die Verschiedenheit der Uebersetzungen, und durch die Verschiedenheit der Abschreibungen.. Aber wie sollten diese Schwierigkeiten im Wege stehen? Ich sage abermals, habt Vertrauen in Gott. Nichts ist entdeckt worden, und Nichts wird entdeckt werden, was nur ein Wort der Schrift zeigen könnte, das gebrochen werden kann. Es ist auch in Bezug auf solche Schwierigkeiten gesagt worden, daß die Wissenschaft in ihrer Kindheit ist. Wohl wahr! aber wir müssen uns auch wohl hüten, dies zu weit zu treiben; denn so jung sie auch ist, so ist doch einige Wahrheit in ihr. Es ist wirkliche Wahrheit in Vielem, was sie entdeckt hat. Bedenket, daß ein Kind ein ebenso wirkliches Ding ist, wie ein Mann, obschon nicht ein so starkes Ding; und es ist Wahrheit in Vielem, das entdeckt worden iss. Aber laßt uns nicht uns übereilen. In den Worten der Schrift liest man vielleicht mehr Wahrheit, als wir bis jetzt entdeckt haben, und ob es da

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