Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 21 (1865)
- Issue
- 9-10 (1865)
- Date
- 1865-01-01
- Page
- – (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 97% known words query
- IRI
…/2554541-2554741-2554747--04391-2560318- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
150 die Taufe und dabei den köstlichen Namen Immanuel; so gefeit und geweiht zog ich in den Krieg, eine für einen jungen Christen wunderbare Fühmng Gottes, unter dessen liebreichen Schutze ich alle Mühsal und Gefahr glücklich bestanden habe. — Nun lebe, ich wieder als friedfertiger, christlicher Arzt daheim, und wünsche, was Gott, der große Heiland, helfen möge, meinen Mitmenschen möglichst vielen Nutzen, leiblichen und geistigen, zu verschaffen, und ich meine, gerade der Arzt, der mehr wie jeder Andere zu Reich und Arm kommt, und den tiefsten Einblick in das Elend des Leibes und Geistes erhält, eignet sich am besten für einen Sendboten seines Heilandes. So hat denn mein Beruf, da ich ihn von diesem Gestchtspunkte auffasse, für mich unendlich an Bedeutung gewonnen, freilich auch an Verantwortung.— Auf diese Weise, lieben Freunde, hat mich der getreue Gott an Liebesfäden zu sich und seinem lieben Sohne durch den heiligen Geist geführt; Er hat lange geklopft, ehe ich seine Stimme recht verstanden habe. Aber Er schläft und schlummert nicht, der Hüter Israels , und wird nimmer müde seine Kinder zu sammeln, eins nach dem andern. (Jesaias 27, 12). Lob, Preis und Dank sei ihm immerdar: der Vogel hat ein Haus gefunden und die Schwalbe ihr Nest, nämlich deine Altäre, Herr Zebaoth, mein König und mein Gott. Amen. Br., im März 1865. Jahresfest der Londoner Gesellschaft zur Verbreitung -es Christenthums unter den Juden. (Fortsetzung und Schluß.) Aus Mangel an Raum in der letzten Nummer waren wir genöthigt, mitten in der Rede des Herrn Kanonikus M'Neile abzubrechen. Wir lassen nun hier die Fortsetzung folgen, bitten aber die geneigten Leser , sich das Vorhergehende zum bessern Verständnisse ins Gedächtniß zurückzurufen. Herr M'Neile fährt fort: Dies, — nämlich das Festhalten der Kirche Englands an der Inspiration der Schrift — macht uns nun zum Missionswerke unter Israel besonders geschickt, weil wir so auf dem unerschütterlichen