Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 21 (1865)
- Issue
- 7-8 (1865)
- Date
- 1865-01-01
- Page
- – (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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113 was Wahrheit ist, verfolgen kann, —welche die Gemüther vermittelst der schädlichen Befriedigung einer eiteln Neugierde durchdringt, einer eitlen Neugierde, die auf eine schädliche Literatur gerichtet ist, und von der Presse ausgeht, welche nur geringe Dosen der Ungewißheit in Betreff dessen, wo die Wahrheit ist, enthält. Ich werde beständig an die satirischen Zeilen unseres christlichen Dichters erinnert, die in Betreff des Standes der Dinge um uns her beinahe prophetisch sind." — „Der fehlbare Mensch, antwortet der von der Kirche erzogene Jüngling, bleibt fehlbar, wie weise er auch sein mag; und die von einander abweichenden Urtheile dienen nur dazu, zu erklären, daß die Wahrheit irgendwo liegt, wenn wir nur wüßten wo." Nun meine ich, daß mehr Gefahr von halben Behauptungen zu fürchten ist, welche zu Zweifel erregen ohne denjenigen, der sie aufstellt, des wirklichen Unglaubens zu beschuldigen, als je aus offnem und bestimmt ausgesprochenem Skepticismus entstehen kann. Haben wir irgend Etwas, das wir positive Wahrheit nennen können? Haben wir irgend Etwas über die großen religiösen Fragen außer menschliche Meinung? Oder haben wir eine neumodische Theologie des neunzehnten Jahrhunderts, welche von der des ersten Jahrhunderts so weit verschieden ist, als wir sie verschieden sein lassen wollen? Was haben wir? Ich sage es frei heraus, daß, wenn es gezeigt werden kann, und in allen Fragen, wo es gezeigt werden kann, daß Gott nicht geredet hat—und Alles, was wir auf der einen oder andern Seite dafür haben, wo Gott geredet hat, menschliche Meinung ist, wir Liberale sind und unser Motto nur sein kann. — „Man lasse einen Jeden seiner Meinung gewiß sein." Aber wo Gott geredet hat, da glauben wir, und unser Motto ist das: „Man lasse es dabei bewenden, daß Gott wahr ist;, alle Menschen aber Lügner sind." Ich wünschte daher sehr, diese Sache zu einem gewissen Punkte und einer Alternative zu bringen, und wenn Ew. Herrlichkeit einige Minuten Geduld mit mir haben will, so will ich, die Resolution als Theseö nehmend, zu zeigen suchen, daß die wörtliche Inspiration des Alten Testaments und die Ehrlichkeit und Wahrhaftigkeit unsers hochgelobten Herrn und Heilandes Jesu Christi mit einander stehen oderfallen müssen. Bei einer Gelegenheit, von deruns Johannes erzählt, widersprachen eine Anzahl Juden heftig dem, was der 8