Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 21 (1865)
- Issue
- 7-8 (1865)
- Date
- 1865-01-01
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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sche Bevölkerung unter seiner Aufsicht zu entledigen. Sie ist auch eine Schul-Gesellschaft, denn sie errichtet Schulen, in denen den Kindern nicht eine blos weltliche Erziehung gegeben wird, sondern eine Erziehung/ gegründet auf die Wahrheit des heiligen Wortes Gottes und Mt demselben verbunden, und sucht auf diese Weise die Kinder zu erziehen in der Zucht und Vermahnung zum Herrn. So, glaube ich, kann die Gesellschaft für Israel eine herrliche evangelische Allianz genannt werden, welche die Vorzüge aller andern großen evangelischen Gesellschaften in sich vereinigt und verbindet, indem sie, wenn ich so sagen darf, allx ihre goldenen Fäden in ein Band christlicher Liebe zusammen webt, um die zerstreuten Stämme Israels zur Heerde Jesu heranzuziehen. Bei Gelegenheiten, wie die gegenwärtige, sind wir gewohnt, von den Lippen derer, die zu uns reden, Gründe zur Unterstützung dieser Gesellschaft zu hören, die auf der unwandelbaren Anhänglichkeit an der Sache beruhen, zu deren Beförderung sie gegründet ward. Aber, ich denke, daß es nicht ganz ohne Nutzen sein wird, wenn wir gelegentlich Etwas von dem zu hören bekommen, was Einige von den Gegnern dieser Sache geneigt sind gegen uns zu sagen, und da ich vor Kurzem Gelegenheit hatte, einen Artikel in einem anerkannten Blatte für die Meinung der Juden zu lesen, welcher ganz bestimmt gegen die Bemühungen dieser Gesellschaft gerichtet war, so will ich mit Erlaubniß Eurer Herrlichkeit gerade auf das Hinweisen, was der Verfasser desselben gegen diese Gesellschaft sagt. Nun zuerst bemerke ich, daß der Schreiber unsere Bestrebungen als eine „Bekehrungswuth" (conversion mania) bezeichnet. Das ist Nicht das erste Mal , daß Bestrebungen zur Bekehrung unserer Mitmenschen als Tollheit bezeichnet worden sind. Der Apostel Paulus mußte sich auch diesen Vorwurf gefallen lassen. Er wurde für einen Rasenden gehalten /weil er von der Gerechtigkeit, Keuschheit und dem künftigen Gericht redete. Wir schämen uns dieses Vorwurfs nicht. Nennt sie (nämlich die Gesellschaft) wenn ihr wollt „eine Bekehrungswuth." Thun wir zu viel/ so thun wir es Gott; sind wir mäßig, so sind wir euch mäßig; denn die Liebe Christi dringet uns also. Aber der Schreiber stellt weiter eine merkwürdige Behauptung hin. Er sagt „die Bekehrungswuth ist im Abnehmen, — die Ebbe ist entschieden eingetreten; sie geht langsam.