Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 21 (1865)
- Issue
- 7-8 (1865)
- Date
- 1865-01-01
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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103 V hinzuweisen, daß es gebieterische Pflicht ist, welche auf Aken, ruht, die den Herrn Jesum Christum lieb haben, für. das geistliche Wohl Israels Sorge zu tragen, und es sofort als Pfü'cht und Vorrecht zu fühlen, sich an der Thätigkeit zur Bekehrung der Juden zu betheiligen. Nun wohlan denn, hier haben wir eine Gesellschaft, welche gerade zu diesem Zwecke gegründet ist, die das eine Ziel hat, das Christenthnm unter den Juden zu verbreiten, ihnen die unerforschlichen Reichthümer Christi bekannt zu machen und ihnen die Wahrheiten des Evangeliums zu predigen, durch welche sie weise gemacht werden können zur Seligkeit durch den Glauben an Christum Jesum. Und es scheint mir, daß diese. Gesellschaft eine glückliche Vereinigung aller jener verschiedenen evangelischen Gesellschaften darstellt, welche der Ruhm unsers Landes sind> indem sie zu dem Zwecke gegründet ist, durch Gottes Gnade das Licht des Christenthum daheim und in der Ferne zu verbreiten. Die Gesellschaft für Israel, my Lord, ist eine kirchliche Missions-Gesellschaft — denn sie sendet ordinirte Missionare aus, die Fakel der Wahrheit Gottes zu denen zu tragen, welche in Finsterniß sitzen, und die unerforschlichen Reichthümer Christi zu verkündigen. Die Gesellschaft für Israel ist eine Bibelgesellschaft, denn sie übersetzt das Wort Gottes in alle Sprachen, welche die Juden verstehen, und strebt darnach — und das mit Erfolg — die heiligen Schriften unter den Juden zu verbreiten, welche sie auch lesen. Sie ist eine Gebetbuch - und Homilie- (Prayer-book and üoinily) Gesellschaft, denn sie hat die Liturgie in die hebräische Sprache übersetzt, und es giebt viele Versammlungen bekehrter Israeliten, welche nun Gott von Zeit zu Zeit in der schönen Form und in den gesunden Worten unserer unvergleichlichen Liturgie anbeten können. Sie ist eine Schriftvorleser-Gesellschaft, denn sie sendet, wie Ihr aus. dem Berichte, der soeben vorgelesen worden ist, vernommen habt, Schriftvorleser und Laien-Agenten aus, welche grade in derselben.Weise unter den Juden thätig sind, wie die Agenten unsererSchriftvorleser-GesellschastunterderBevölkerung, wosichihreArbeiter concentriren, thätig sind. So kann sie, wie ich glaube, wiederum nicht unpassend eine Pastoralhülfs-Gesellschaft genannt werden, denn, geschehe es nicht durch Hülfe dieser Gesellschaft, so würde gar mancher Geistliche außer Stande sein, sich seiner Pflicht in Bezug auf die jüdi-