Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 21 (1865)
- Issue
- 7-8 (1865)
- Date
- 1865-01-01
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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fte noch leben, daß sie an ihrer Gesundheit keinen ^Schaden erlitten haben und daß sie ihrem Glauben gnädiglich erhalten worden sind. Ihre gnädige Erhaltung ermuthigtin so fern zu der Hoffnung, daß es _ die Absicht unsers Gottes ist, sie noch gänzlich zu befreien. Aber ein Zug in dieser Mission ist vom größesten Interesse. Im letzten Jahre wurde die Hoffnung ausgesprochen, daß die bekehrten Falaschas standhaft bleiben und kühn von dem Gauben zeugen werden, den die Missionare nicht länger mehr predigen dürfen. Wir sind dankbar dafür, zu wissen, daß einige von ihnen dies thun, obschon sie alles Irdische verloren haben, und daß besonders Beroo, der bei einer früheren Gelegenheit vor dem Könige einen edlen Bericht von seiner Bekehrung gab und ein so klares Bekenntniß von seinem Glauben ablegte> noch treu erfunden wird und das Evangelium unter seinen Brüdern mit einem guten und heiligen Wandel verherrlicht. Nur noch ein Wort: — Euer Comite fühlt, daß kommende Ereignisse ihre Schatten, und zwar sehr dunkle vor sich her ausbreiten. Es fehlt nicht an Zeichen, welche anzeigen, daß die Zeit der Heiden schnell ihrem Ende entgegen eilt;, das irdische Jerusalem hat schon lange unter allen Klassen an Interesse gewonnen; man hat angefangen Steine zu sammeln; man ist entschloßen, ihren Gmnd und Schutt zu untersuchen; sie ist nicht mehr länger die Stadt, nach der Niemand fragt. Es ist in der That hohe Zeit für diejenigen, welche ihre hohe Bestimmung erkennen und ihre Herrlichkeit auch durch die Ruinen und ihre Zerstörung sehen können, anzufangen an ihre Steine zu denken und Mitleid mit ihr zu haben, da sie im Staube liegt. Auch haben wir nicht nöthig auf politische Bewegungen zu warten, oder unsere Arbeit von Wahrscheinlichkeiten des Erfolgs abhängig sein zu lassen. Unser Werk ist für unsere Hände bereit; es kann nicht ' fehlschlagen; es wird gewiß dem, der daran arbeitet, vollen Lohn gewähren — denn es giebt Uebergebliebene nach der Wahl der Gnade; Gott kann wohl Abraham aus den Steinen zu Jerusalem Kinder erwecken, und die Verheißung: „Es müsse wohlgehen denen, die dich lieben," hat niemals ihre Geltung verloren. Die Gesellschaft kann nach ihrer Erfahrung der Wahrheit von all diesem das Siegel aufdrücken. Wir wollen demnach das Liebeswerk