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Dibre Emeth · 1865-01-01 · 5-6 (1865) · page 30

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
21 (1865)
Issue
5-6 (1865)
Date
1865-01-01
Page
– (sequence 30)
Language
German
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nett, als ein Mann, der offenbar auf eine passende Gelegenheit gepaßt hatte^ von hinten auf ihn zustürzte und ihn zweimal mit einem Knittel so heftig auf den Kopf schlug, daß er besinnungslos zu Boden sank. Der Mörder suchte zu entrinnen, ward aber sogleich ergriffen. Janvier gab nach wenigen Stunden den Geist auf. Bei der Kriminal-Untersuchung behauptete der Mörder; er sei vor Jahren, da er noch als Soldat in der Armee diente, von " einem britischen Offizier ins Gesicht geschlagen worden, weil er denselben nicht gegrüßt habe, da habe er geschworen, sich am ersten besten Europäer zu rächen. Wie weit diese Aussage richtig und der angegebene Grund für diese blutige That der wahre gewesen, konnte nicht ausgemittelt werden. Er mußte sein Verbrechen mit dem Sttange büßen. Erfreulich aber ist die Thatsache, daß eine Deputation vornehmer Sikhs (Priester rc.) zu dem englischen Oberbeamlen sich begab, ihm für die Wittwe und die Kinder des Ermordeten 100 RupieS, die sie unter sich gesammelt, überreichte und in einer Adresse sich unter Anderm so aussprach: „Wir sind Alle über die Maßen betrübt über dies traurige Ereigniß. Dex Missionar (Janvier) besaß ein. überaus freundliches Wesen und große HerzenSgüte gegen Jedermann. Er wurde durch die Hand eines Unwürdigen erschlagen. Das erfüllt uns Alle mit tiefer Trauer. Möge dem Mörder nicht bloS in dieser, sondern auch in der andern Welt der verdiente Lohn zu Theil werden." Wir aber beten mit Stephanus: Herr, behalte ihm diese Sünde nicht. Dieselbe Zeitschrift erzählt weiter: Wenige Wochen später, am 27. April, fiel ein anderer ungewöhnlich begabter Missionar, Isidor Löwenthal, durch die Kugel eines Muhamedaners. Er war ein polnischer Jude von Geburt, fing eben in Posen zu studiren an, wurde aber wegen politischer Umtriebe bei der Regierung verdächtigt, und mußte, etwa 20 Jahre alt, nach Amerika fliehen. Dort ließ er sich in Princeton (Rew-Jersey) nieder und suchte sich sein Brod durch einen Handel mit Schmucksachen, der ihn mit den verschiedensten Menschen in Berührung brachte, zu verdienen. Da wurde ein Prediger der Stadt auf den ungewöhnlich intelligenten, bsedten und genialen Israeliten aufmerksam, bot ihm seine Hülfe

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