Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 21 (1865)
- Issue
- 5-6 (1865)
- Date
- 1865-01-01
- Page
- – (sequence 26)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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digkeit unter ihnen entmuthigt sind und deswegen Aergerniß nehmen, können wir, während sie sich ganz dem Bedauern und der getäuschten Hoffnung hingeben, deswegen doch nicht den Versuch, sie zu bekehren, aufgeben, außer wenn wir dieselbe Regel auch auf andere Völker und selbst auf unsere eigene Gemeinden anwenden. Das aber würde nichts Anderes sein, als den Kampf ganz aufgeben und den Satan durch die Thore in die Stadt einziehen lassen. Denen, welche gegen die Juden eine geheime Verachtung oder Abneigung Hegen, ohne dies vielleicht zuzugeben, sagen wir kühn, daß die Juden mit dem Herrn Jesu Christo verwandt sind nach dem Fleisch, und daß der Apostel, indem er auf ihre künftige Bekehrung hinweist, gesagt hat: „So ihr Fall der Welt Reichthum ist, und. ihr Schade ist der Heiden Reichthum, wie viel mehr, wenn ihre Zahl voll würde?" Endlich möchte ich allen denen, welche irgendwo, sei es heimlich oder öffentlich, mit Wort oder in Gedanken, an der Nützlichkeit des Wecks zweifeln und zu den Kifften desselben scheel sehen, die eindringende Frage eines ersten Missionars ernstlich ins Gedächtmß zurückrufen: „Warum wird das für unglaublich bei euch genchtet, daß Gott Todte auferwecket?" Indem Herr Thorold von den besondern Schwierigkeiten der Mission spricht, führt er Folgendes an: „ Das Erste, was ich erwähnen will, ist die Trennung und das Verderben der christlichen Gemeinschaften, unterschieden von jeder wirklichen Opposition von ihrer Seite gegen das Werk der Protestanten. „Wenig Orte in der Welt sind so reich an geschichllichen Genossenschaften, so erfinderisch an wesentlichen Prinzipien, so niederschlagend in den Beweisen der Verderblichkeit der Wahrheit und des Menschen wie die Kirche des heiligen Grabes. „Ein vortrefflicher Mann sagte einst in meiner Gegenwart, er wünschte, daß er nie dorthin gegangen wäre. Wenn er die Sache in einem andern Lichte besteht, so mag er geneigt sein, seinen Besuch M eins der, in einer höchst peinlichen Weise lehrreichen Schauspiele zu betrachten, die er jemals gesehen hat. Es ist wahr, daß es in gewisser Hinsicht über alles der Art auf dem Erdboden demüthigend