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Dibre Emeth · 1865-01-01 · 5-6 (1865) · page 23

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
21 (1865)
Issue
5-6 (1865)
Date
1865-01-01
Page
– (sequence 23)
Language
German
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wohlwollenden Geiste zu prüft«, begierig sich über die wirkliche Lage der Dinge Gewißheit zu verschaffen und besonders wünschend, Etwas von dem gegen die Juden zu fühlen, was man^von dem Erlöser voraussetzen darf, daß er gegen sie fühlt, irgend Etwas wie Kälte oder Härte gegen diejenigen fühlen kann, die darnach streben, den Heiland an dem Orte zu verherrlichen, an welchem er gekreuzigt wurde — obschon er in der That wünschen mag, Einiges modifizirt und vielleicht Anderes hinzugefügt zu sehen — vielmehr wird sie dann ein Jeder mit christlicher Sympathie erfreuen, segnen und unterstützen. Ja, wenn er ein Engländer ist, wird er sich fteuen zu sehen, daß seine Kirche ihren Missionscharakter in der -Stadt annimmt, von welcher gesagt worden ist: „Von Zion wird das Gesetz ausgehen und das Wort des Herrn von Jerusalem;" und er wird wünschen einen, wenn auch noch so geringen Theil an einem Werke zu haben, welches das Haupt der Kirche reichlich vergelten wird, wenn er kommen wird seine Auserwählten mit der Freudenkrone zu schmücken. „Wenn wir an die Frage nach den Erfolgen herantreten (und wie kann der, welcher sorgfältig ist im Säen, gegen das Ernten gleichgültig sein), so treten wir sofort aus dem Kreise der sichtbaren und trüglichen menschlichen Thätigkeit in das unerforschliche Gebiet .der Gnade Gottes. Wie dieser Tage ein hoher Prälat bemerkte: „Keine Gesellschaft darf sich dahin versteigen, als Ersatz für so viele Pfund Sterlinge, ebenso viele Bekehrungen zu versprechen. Contobücher dieser Art können da nicht gehalten werden, wo der Erfolg oft unsichtbar, bisweilen hinausgeschoben, immer aber abhängig ist, nicht von dem Willen des Menschen, sondern von dem Willen Gottes;" denn nach der edlen Sprache Edward Irvings „kann die Seele nur der Sohn Gottes besiegen; die Welt aber ein Cäsar, oder der Sohn Philipps." Was Niemand daheim unter geringem Schwierigkeiten zu fordern für billig hält, kann vernünftiger Weise nicht außerhalb unter größeren erwartet werden. Nicht wenige gläubige und treue Pastoren in England bekennen es mit Schmerz, sowohl Gott, als sich selbst und ihren Freunden, wie wenig sichtbare Erfolge auch ihre besten Anstrengungen haben. Doch der

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