Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 21 (1865)
- Issue
- 5-6 (1865)
- Date
- 1865-01-01
- Page
- – (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
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findet, und welche denen, die wie Nicodemus kommen, um mehr van den Wegen Gottes zu hören, Gelegenheit zum Unterricht bietet. Denen, welche den verschiedenen Rednern in der hebräischen, deutschen, spanischen und arabischen Sprache folgen können, kann Weniges dieser Art von größerem Interesse sein. „Die Schule der Frau Bailey für die Kinder jüdischer Proselyten gewährt einen ergreifenden Anblick. Die kleinen Dinger sangen das Lied: „Ich denke, wenn ich höre die liebliche alte Geschichte w.," und die Worte drangen in das Herz, da sie in Jerusalem von Kindern jüdischer Eltern gesungen wurden, die den Messias gefunden haben. Sie hat unter Andern auch eine Arbeitsschule für Jüdinnen, die in ihr Haus kommen, um Handarbeiten zu verfertigen, für die sie bezahlt werden. Es wird ihnen die Schrift vorgelesen; aber man sucht aus solcher Unterstützung nicht den Vortheil zu ziehen, ihnen zu schmeicheln oder zu drohen, ihren Glauben zu verlassen. »Ich hoffe, daß es mir erlaubt sein wird hinzuzufügen, daß ich niemals mit Jemandem zusammentraf, der mich mit lebendigerer Ueberzeugung beseelte, daß er sein Werk lieb hat und dasselbe mit aller Macht thut, als ihr Mann, Herr Bailey, einer von den Missionaren der Londoner Gesellschaft. „Der englische Bischof 'war während meines Aufenthalts in Jerusalem abwesend und seine Schule war geschloffen. Er ist daö einzige noch lebende Mitglied der Mission, der in Jemsalem war, als ich die Stadt im Jahre 1848 besuchte; Nicolayson und Macgowan sind zu ihrer Ruhe eingegangen, und die andern Missionare sind nach England zurückgekehrt. „Um das Ergebniß alles dessen, was ich gesehen habe, zusammen zu fassen, muß ich meine volle Ueberzeugung dahin aussprechen, daß die Missionare der Londoner Gesellschaft in jeder Diöcese in England ihren Platz ausfüllen würden, daß ihr Vorgehen, so weit als ich sie in ihrem Wirke» beobachtete, verständig, praktisch und fast vollkommen ist, und daß sie selbst nüchtern, eifrig, klüglich und mit dem Geiste des Gebets ihr Werk vollbringen. Ferner bin ich überzeugt, daß Niemand, der hingrht, das Werk mit redlichem und