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Dibre Emeth · 1865-01-01 · 5-6 (1865) · page 18

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
21 (1865)
Issue
5-6 (1865)
Date
1865-01-01
Page
– (sequence 18)
Language
German
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vechöhnet,"" das bezieht sich auf Denjenigen , der da sagt, daß daS Gesetz nicht vom Himmel gegeben ist, oder wenn er auch sagt, daS ganze Gesetz ist nicht vom Himmel gegeben, außer diesem oder jenem Vers, den der Heilige, gebenedeiet sei er, nicht geredet , sondern Moses selbst. Ein solcher ist es, von dem es heißt: Denn das Wort Jehovah'S hat sie verhöhnet u. s. w. Ja, selbst wenn Einer sagt; Das ganze Gesetz ist vom Himmel gegeben, außer diesen oder jenen Subtilitäten, diesem oder jenem Schluß von Minderwichtigen auf das Wichtige, diesem oder jenem Schluß durch Vergleichung (der Worte) auf den bezieht stch: „Denn das Wort Jehovah's hat sie verachtet" u. s. w. Wenn nun der Talmud diejenigen, welche nicht glauben, daß die rabbinischen Subtilitäten, Schlüffe u. s. w., eben so wie das Gesetz vom Himmel gegeben sind, verdammt und zu denen zählt, welche auögervttet werden müssen, welches Urtheil, frage ich, würde er über einen Rabbiner fällen, der Jeremia zum Lügner, Daniel zu einem Traumerfinder nach „fremdartigem" Geschmack macht und Sach. undJes. zerschneidet und sie des Widerspruchs beschuldigt? Weil einmal gezeigt wurde, wie Phil. Beweise aus dem Talmud für seine Behauptungen entnimmt, will ich auch ein Beispiel der Art von einem andern jüdischen Schriftsteller anführen, das hinreichend zeigen wird, welche „Mittelchen" von den jüdischen Tonangebern gebraucht werden, um Unglauben unter den Juden zu verbreiten. Vor einigen Jahren kam mir zufällig eine von einem Reformjuden verfaßte Schrift in hebräischer Sprache — ich glaube in Rußland gedruckt, kann mich aber des Verfassers nicht erinnern — zu Gesichte, in welcher ebenfalls behauptet wird, daß ein großer Theil des Jes. ein späteres Product sei, und als Beweis dafür führt der Verfasser eine Stelle aus dem Talmud an, die seine Behauptung einigermaßen zu rechtfertigen scheint. Ich weiß nicht, ob vr. Phil, in seinem Bibelwerke auch von dieser Stelle Gebrauch macht, da ich dieses jetzt nicht vor mir habe, aber es wurde mir versichert, daß andere Juden diese Talmudstelle für ihre Ansicht ausbeuten, und das um so mehr, da es doch ein jüdischer Schriftsteller schon gethan. Ich hielt es der Mühe werth, den Talmud nachzuschlagen und fand freilich ganz etwas Anderes, als rationalistischen Kram. Im Traktat Baba Batra

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