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Dibre Emeth · 1865-01-01 · 5-6 (1865) · page 15

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
21 (1865)
Issue
5-6 (1865)
Date
1865-01-01
Page
– (sequence 15)
Language
German
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me»M hat, daß ev nicht nur die Proph-etsw m WiderGruch! gebrachen läßk, wo sie gerade in größter Uebereinstimmmg sprechen sondern daß er mit sich sel b st häufig in Widerspruch ist, ich würde zeigen, daßseine willkürliche Verstümmelung der prophetischen Bischer auf einer falschen Kritik beruht und daß die Propheten gerade das Gegentheil von dem, was er behauptet, nämlich einen Person-, lichen Messias, klar und deutlich verkündigen. Und Alles, was ich bis jetzt gesagt, bezog sich ja nur auf einen Theil seines Artikels in Nummer 17 seines Blattes, der Schluß desselben in Nummer 18 enthält noch genug haarsträubende Dinge. Da läßt er seinen Jes. II. in Babel leben und ihn Jörael's Leiden als für das Heil der Völker nothwendig, um sie nämlich aus ihrer sündigen Abgötterei zu der reinen Erkenntniß Gottes zu bringen, verkündigen, gebraucht aber hier auch das „Mittelchen" kein Wort des 53. Cap. Jes. anzuführen. Da behandelt er überhaupt die Propheten wie kluge Politiker, die „einen tiefen Einblick in die Bewegung der Völker" haben, von einer Offenbarung ist bei ihm keine Spur zu merken. Dieses Alles, sage ich, habe ich nicht berührt, weil es eben ins Gebiet der Polemik eingreifen würde, und ich denke, daß es sich auch für keinen Anderen unserer Freunde lohnen würde, auf diesen sophistischen Kram, auf diesen krassen Unglauben eines Rabbiners einzugehen. Es scheint mir hinreichend, wenn seine Gesinnung im Allgemeinen gekennzeichnet wird. Und eben weil ich auf das Specielle nicht eingehe, so werden Sie mir, geehrter Herr Redakteur, noch einige Bemerkungen über den besagten Leitartikel gestatten, die theils zur Aufklärung eines Umstandes, der hier berührt wurde, theils zur Veranschaulichung der Art, wie die heutigen Rabbiner, eigentlich Antitalmudisten, aus dem Talmud Beweise entnehmen, dienen sollen. Manchem Ihrer Leser wird vielleicht nicht bekannt sein, was es für eine Bewandtniß hat mit dem philippsonischen Zerschneiden der Propheten in Jes. I. und II. und Sach. I. und II. Für diesen die-Bemerkung, daß rationalistische Kritiker, dem Namen nach Christen, denen die Weissagungen des Propheten Jes., besonders von Cap. 40 an darum sehr unbequem waren, weil in denselben Ereignisse verkündigt werden, die später genau in Erfüllung gegangen sind-, und

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