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Dibre Emeth · 1865-01-01 · 5-6 (1865) · page 14

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
21 (1865)
Issue
5-6 (1865)
Date
1865-01-01
Page
– (sequence 14)
Language
German
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versteht sich auf die Sache besser, er hat es hekäustzefdüden, daß Zer: hier den Namen Gottes mißbraucht, wie es'die falschen PrP- Heten thaten, als sie den Lügen, die sie verbreiteten, den Stempel der Wahrheit aufsetzen wollten: Vielleicht weiß er es aus eig ener Erfahrung, und dann ist mit ihm nicht darüber zu rechten. Merkwürdig ist es aber immer, daß der heidnische Oberste der Leibwächter Nebuchadnezar's, Nebusaradan seinen völligen Glauben an die Thatsache bekundet, daß das, was Zer. verkündigt hat, göttliche Offenbarung gewesen, denn es heißt Zer. 40, 2: „Da nahm der Oberste der Leibwächter Jeremia und sprach zu ihm: „Jehovah, dein Gott, hat verheißen dieses Unglück über diesen Ort" u. s. w., während der jüdische Rabbiner und Bibelcommentator Zer. heuchlerische Worte in den Mund legt. Ja, diese traurige Erfahrung hat Zer. schon bei Lebzeiten machen müssen: Juden verfolgen ihn, werfen ihn in eine Gkube, halten ihn bis zur Eroberung Jerusalem's im Gefängnisse; Heiden dagegen, Ebed Melech (der Diener des Königs) der Mqhr, und Nebusaradan, der chaldäische Oberst, bezeugen ihm Ehrfurcht, jener zieht ihn aus der Grube heraus und rettet ihn vom sichern Tode, dieser befreit ihn vom jüdischen Gefängnisse, bietet ihm seinen Schutz an und erweist sich ihm in jeder Hinsicht gefällig. Und jetzt, nach etwa 2450 Jahren, trifft Jeremia ein ähnliches Schicksal: MoSlemim sprechen noch heute von ihm als einen heiligen Manne und verehren die Grotte, welche sein Gefängniß gewesen sein soll, ein kritisirender oder besser ein kritischer Rabbiner aber bezeugt ihm seine Ehrfurcht dadurch, daß er ihn zum Heuchler macht. Jetzt einige Worte an Sie, geehrter Herr Redacteur. Sie werden vielleicht sagen, daß ich meiner Aufgabe nicht treu geblieben wäre, ich wollte die religiösen Gesinnungen der Juden zeigen und hätte mich in Polemik eingelassen. Mir scheint jedoch, daß das Polemische nur in sofern zum Vorschein kommt, als es zur Characteristrung der religiösen oder vielmehr unreligiösen Gesinnungen nöthig sei , eigentliche Polemik aber ftrchte ich zu vermeiden. Wollte ich mich in solche einlassen, würde ich alle prophetischen Stellen, die in besagtem Leitartikel behandelt sind, anführen und zeigen, daß Phil, sie theilweise falsch übersetzt und grundfalsch im Gänzen eom-

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