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Dibre Emeth · 1865-01-01 · 5-6 (1865) · page 13

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
21 (1865)
Issue
5-6 (1865)
Date
1865-01-01
Page
– (sequence 13)
Language
German
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I eS dem aufmerksamen Leser auffallen, daß Dr. Phil, unmittelbar vorher 2 Stellen des Propheten Jer. — Cap. 3,17 und 16.19—21 — in denen, wie er sagt, nur die messianische Zeit verkündigt wird, anführt, die zwei andern, nämlich Cap. 23, 5. 6 und 33,15, von denen er behauptet, daß Jer. in diesen etwas Anderes gesagt, als er gedacht, so stiefmütterlich behandelt, daß er nur, wie oben zu sehen ist, einige Worte aus denselben in seine Rede hineinflicht. Diesem „Mittelchen" liegen unverkennbar zwei Ursachen zu Grunde: erstens soll dem Leser nicht der schnöde Mißbrauch des Tertes in die Augen fallen, zweitens soll derselbe nicht gewahren, wie gerade in diesen Weissagungen von der Gottheit des Messias die Rede ist. Sie mögen daher hier einen Raum finden, und zwar in wörtlicher Ue- Versetzung. Cap. 23, 5. 6: „Siehe, es kommen Tage, spricht Jehovah, und ich werde David einen gerechten Sprößling erwecken, und er soll als König regieren und glücklich sein und Recht und Gerechtigkeit im Lande üben. In seinen Tagen soll Juda geholfen werden, und Israel wird sicher wohnen, und das ist sein Name, mit dem man ihn nennen wird. Jehovah unsere Gerechtigkeit." Der Sprößling wird hier „Jehovah unsere Gerechtigkeit" genannt, weil die Gottheit in ihm wohnen, und er mit ihr eins sein wird. Zur besseren Verständlichkeit will ich die zweite Stelle im Zusammenhang», also Vers 14—16 deS 33. Cap. anführen: „Siehe, es kommen Tage, spricht Jehovah, und , ich werde eintreffen lassen die gute Verheißung, die ich zugesagt habe dem Hause Israel und dem Hause Juda. In denselbigen Tagen und in derselbigen Zeit werde ich David einen Sprößling der Gerechtigkeit aufgehen lassen, der Recht und Gerechtigkeit im Lande üben wird. In denselbigen Tagen wird Juda geholfen werden und Jerusalem wird sicher wohnen, und so wird man sie nennen: (die Stadr) Jehovah unsere Gerechtigkeit." Hier ist wieder von demselben Sprößling David's, vom Messias, die Rede, und selbst Jerusalem wird man „Jehovah unsere Gerechtigkeit" nennen, weil der Sprößling, in dem Gott ist, dort in seiner Herrlichkeit thronen wird. Beide Weissagungen verkündigt der Prophet im Namen und als Offenbarung Gottes, denn er sagt: „Siehe, es kommen Tage, spricht Jehovah," aber Hr. Phil.

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