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Dibre Emeth · 1865-01-01 · 5-6 (1865) · page 11

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
21 (1865)
Issue
5-6 (1865)
Date
1865-01-01
Page
– (sequence 11)
Language
German
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ihr habt dann jene Idee aufgegeben und euch mit der richtigem einer mesflanischen Zeit, so' wie es der Hr. Rabbiner will, vertraut gemacht. Er ist nun mit-euch ausgesöhnt, denn ihr habt den begangenen Jrrthum endlich erkannt und die Sache wieder gut zu machen verstanden. Doch nach all dieser Herabwürdigung der Propheten, nachdem sie zu Verbreitern von Ideen, die sie selbst erfanden und später wieder aufgaben, zu Schwärmern, die den Namen Gottes mißbrauchen, und somit zu Lügnern gemacht worden find, kommt Hr. Phil, zu dem jämmerlichen Resultate, daß „die Frqge ob persönlicher Messias oder messianische Zeit? dem Individuum zu eigener Beantwortung anheim gestellt sei!" Er, der ein ganzes Bibelwerk, mehrere Religionsbücher und eine Unzahl von Leitartikeln geschrieben, weiß keinen andern Ausweg als die Antwort auf diese Frage dem Gutdünken oder der Willkür eines Jeden zu überlaffen! Der Alles, ja mehr weiß, als die Propheten, spielt auf einmal den Bescheidenen, ich möchte sagen, den Unwissenden, wie läßt sich dieses Räthsel lösen? Run, wer diesen Leitartikel mit einiger Aufmerksamkeit liest, der wird schon wissen, was Hr. Philippson's Bescheidenheit zu bedeuten habe. Mit den meisten Lesern seines Blattes, denkt er, sei er fertig, sie wissen schon von früher her, was er von den Weissagungen der Propheten halte, er hat es ihnen ja oft deutlich genug gesagt, aber es könnte sich doch Einer oder der Andere finden, der zu den Uneingeweihten gehört und noch wie jene „Einfältigen in den Ghettis" einigen Glauben an eine göttliche Inspiration der Propheten hat, die ja wiederholt von einem persönlichen Messias sprechen, was nun mit einem Solchen anfangen, der könnte Anstoß nehmen? Der Hr. Rabbiner weiß sich gleich Rath zu schaffen, er wirft „dem Einfältigen den Köder hin und meint: „Du kannst noch glauben an einen persönlichen Messias, wenn du willst, lies nur mein Blatt ferner, dann wirst du schon zur besseren Einsicht gelangen, mit den Schwachen muß man Geduld haben. Wer aber noch einen leisen Zweifel über die „Gesinnungstüchtigkeit" des Hm. Phil, hegen mag, der vernehme noch eine Aeußerung desselben sin diesem Leitartikel, und jeder Zweifel wird dann schwinden. Nachdem er über die meisten Propheten Musterung gehalten, herrliche Weif-

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