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Dibre Emeth · 1865-01-01 · 5-6 (1865) · page 8

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
21 (1865)
Issue
5-6 (1865)
Date
1865-01-01
Page
– (sequence 8)
Language
German
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mehr Mühe gegeben und den geschichtlichen Lheil Daniel's von dem Falle Babylon s, der Uedemahme der Regierung Babylonien's durch Darms Medus (Cyarares) und dem als Nachfolger neu austretenden Könige des persisch-medischen Reiches Cyrus mit den Berichten Zkenophon's über diese Ereignisse verglichen und gesehen , wie merkwürdig letztere mit ersteren übereinstimmcn, während Verfasser späterer Schriften, z. B. der Maccabäer, große Unkenntniß der Geographie und Geschichte des Auslandes verrathen, so würde er etwas mehr Respect vor dem Buche Daniel's bekommen haben. Ja, hätte er lieber nach der Gemeinschaft Daniel's, statt nach der seiner Kritiker getrachtet und etwas von der Demuth Daniel's und dessen Bewußtsein seiner Unwürdigkeit vor Gott sich angeeignet, hätte er etwas von dem Geiste des Gebets inne, den wir bei Daniel (Cap. 9) finden, nie würde er diesem in und mit Gott lebenden Propheten „Fremdartiges aufgebürdet und obendrein zugemuthet haben, daß er Nebuchadnezar das Bild der vier Weltreiche sehen läßt. ' Doch der natürliche Mensch vernimmt nichts vom Geiste Gottes. Es wird nun in dem genannten Leitartikel weiter über die Wiederherstellung Jsrael's und den Weltfrieden willkürlich und oberflächlich argumentirt und demonstrirt, und nachdem der Demonstrator zu dem Resultate gelangt, daß „von Israel die Gotteserkenntniß über alle Nationen ausstrahlen und endlich die ganze Menschheit zu einem ewigen Reiche des Rechts, der Liebe und des Friedens sich vereinigen werde," sagt er: „Dies sind die Momente, welche alle Reden und Schriftwerke der Propheten ausfüllen. Aus dieser Allgemeinheit treten sie nur zu subjectiver Aussprache hinsichtlich zweier Punkte heraus: nämlich, daß sie meist die Erfüllung dieser Verkündigungen in eine nahe Zukunft setzen und Strafgericht, Wiederherstellung und das ewige Gottesreich nur durch kürzere Zeiträume getrennt sich vorstellen, und daß sie bisweilen die Wiederherstellung Jsrael's und das Friedensreich Ansichten früherer Kritiker von der Pluralität des Buches Daniel widerlegt und die Einheit desselben dargethan. (Siehe Hengsten derg's „Authentie des Daniels" Berlin bei Ludwig Oehmike 1831, pag. 1—10). Nur Rabbiner Phil, meint dem Judenthum einen Dienst zu leisten, wenn er die Einheit des Daniel, und somit auch natürlich die Echtheit desselben bestreitet. ,

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