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Dibre Emeth · 1865-01-01 · 3-4 (1865) · page 21

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
21 (1865)
Issue
3-4 (1865)
Date
1865-01-01
Page
– (sequence 21)
Language
German
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Träumer und Thoren könnten ihn in der Höhe suchen und von seiner Macht und Herrlichkeit schwärmen. Also sagen und schreiben sie und sind gewiß, daß die Gegenwart ihnen gehört und die Zukunft ihr Eigenthum ist. Und auch viele von Abrahams Geschlecht fallen ihnen zu und freuen sich, daß die Tage gezählt sind, in denen Jesus als Christus gegolten hat. Ohne Mittler soll hinfort die Menschheit sein, ein jeder sein eigener Prophet, sein eigener Priester, sein eigener König werden. Wer wird da noch auf der andern Seite bleiben unter denen, welche einen Christus Noch haben? Die allein, welche nicht ohne ihn vor Gott treten können; die allein, welche Gerechtigkeit suchen und sie nicht finden bei sich selbst; die allein, welche in ihrem Gewissen das Urtheil des helligen Gottes erfahren haben. Es giebt viele Fragen, welche wir mhig an uns vorbeilassen können, ohne uns um die Antwort zu kümmern. Diese Frage aber, die Frage: Was dünket Euch um Christo? kann keinen kalt und gleichgültig lassen. Auf welcher Seite werden in diesem Kampfe Abrahams Kinder streiten? O, es scheint wohl so, als fielen sie in Haufen denen zu, welche Jesu die Christusherrlichkeit entreißen und ihn vom Throne der Majestät stürzen wollen. Stehen nicht ihrer Viele schon drüben in dem Lager und stärken die Arme derer, welche keine andere Losung haben, als das Wort: Lasset uns essen und trinken, denn morgen sind wir todt? Aber können sie den Gott ihrer Väter vergessen? Ist es möglich, daß Abrahams Same heidnisch werde? Nein, es kann nicht sein! Wenn sie aber festhalten wollen an dem helligen Gotte und seinem Gesetze, wo wollen sie bleiben, wenn der Kampf ernst wird und die Entscheidung näher rückt? Alle, die den heiligen Gott, den Richter alles Fleisches, den Gott bekennen, welchem Abraham geglaubt hat, sie müssen auch nach einem Mittler suchen, in dessen Gerechtigkeit sie vor Gott bestehen können. Wer will bleiben in der Offenbarung dessen, vor dem Mose gezittert, David sich gefürchtet und Jesaja gesprochen hat: Weh' mir, denn ich bin verloren? Niemand anders, als der bedeckt ist mit der Gerechtigkeit Jesu, ihn angezogen hat, ihm einverleibt ist. Lasset uns Israel zeigen, wo das zu finden ist, was es ruhe-

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