Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 21 (1865)
- Issue
- 3-4 (1865)
- Date
- 1865-01-01
- Page
- – (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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51 Hbev anders als sie dachtM, kam der Messias. Nicht ein. herrschender König war er, sondern ein dienender Knecht: Jesus,- der Menschensohn, mit der verborgenen Herrlichkeit: Daß sie ihn nicht erkannten, ihn nicht ertragen konnten, ihn an's. Kreuz brachten, welche ein Zeugniß dafür, was aus Menschen werden kann. Es ist also Möglich, daß ein ganzes Geschlecht sich verblendet, eS ist möglich, daß die Wahrheit unterdrückt und die Liebe gehaßt wird, denn solches ist wirklich geworden an Jesu. Sein Kreuz ist das. Denkmal, daß dje Sünde eine Macht ist auf Erden, eine Schreckensmacht. Lauter als alle Prophetenstimmen, gewaltiger als die Donner des Sinai ist die stumme Anklage, welche von dem Kreuze Christi ausgeht. Denn die es aufrichteten, waren ja nicht besondere Unmenschen und seltene Frevler, sondern das Volk der Inden, das durch so viele Tage des Gerichts und der Gnade hin-- durchgeführte, und Jerusalems Häupter, die Schriftgelehrten und Weisen, die Pharisäer, die ernsten und strengen, und Pilatus, der wohlwollende Weltmann. Indem sie ihn verurtheilten, habe» sie sich selbst verurtheilen müssen. Er aber ist gerechtfertigt vom Vater durch, die Auferstehung, eingetreten ins wahrhafte Heiligthum, die Gegenwart GotteS, der rechte Hohepriester und sitzet zur Rechten der Kraft auf dem Stuhle, der höher ist als Salomo's Thron, ein König, dem Niemand die Krone und Herrschaft rauben kann. In Jerusalem, das droben ist, in der Stadt des lebendigen Gottes, in dem- Heiligthum, das. nicht von Menschenhänden gemacht ist, steht die Lade unseres Bundes, der Gnadenthron. Da waltet unser Priester und tritt ein für sein Volk, da thront unser König und wartet bis ihm seine Feinde zum Schemel seiner Füße gelegt werden. Ueher das Jerusalem aber, das drunten ist , die Prophetenmvrderin, die Christusmörderin, ist gegangen ein Gericht, wie die Welt kein schbecklicheres. gesehen hat. Die Heiden haben sie zertreten und ihre Kinder, sind zerstreut und aller Welt zu widerwilligen Zeugen des heilige« Gottes geworden. £?, wer bedenkt, was geschehen ist an Jerusalem vom ersten Opfer Abrahams auf Morias Höhen bis zu dem letzten Opfer Christi aus Golgatha, der muß. ja sagen: Wie schrecklich ist dieser 4*