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Dibre Emeth · 1865-01-01 · 3-4 (1865) · page 8

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
21 (1865)
Issue
3-4 (1865)
Date
1865-01-01
Page
– (sequence 8)
Language
German
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Gerichts, bereit waren, vor dem Richterstuhle des Mgewaltigen hinzutreten, wie wir mit bangem Gemüthe Seinem Urtheilspruche entgegenharrten, erinnern uns des großen und furchtbaren Tages, da wir rein wurden von Schuld und Sünde, und jetzt, da nun auch das schöne Hüttenfest vorüber, sollen wir uns aus der Nähe des allbarmherzigen Vaters entfernen, sollen dem alltäglichen, nicht festlich geschmückten Leben entgegengehen, nachdem wir so lange die Tage des Herrn gefeiert. Doch am achten Tage soll noch einmal Festzeit sein, noch halt uns Gott und läßt uns nicht scheiden, wie ein liebevoller Vater, der da Besnch empfangen von seinen Kindern und sie nicht fortläßt zur festgesetzten Zeit, sondern noch einen Tag bedingt,... so schenkt auch der Herr uns mit unendlicher Liebe dieses Fest des Beschlusses ganz gewidmet dem Zusammenleben mit Gott... Es ziemt uns daher, diesen Tag seiner hohen Weihe angemessen zu feiern, damit uns Gott nicht entgegenschleudere das zürnende Prophetenwort: eure Neumonde und Festzeiten hasset meine Seele. Hierzu bemerkt der Midrasch: Einst fragte ein Heide den Rabi Akiba: Warum feiert ihr noch Festtage? Hat Gott denn nicht zu Euch gesagt: Eure Neumonde und Festzeiten hasset meine Seele? Wenn es hieße, antwortete ihm Rabi Akiba, Meine Neumonde und Meine Festzeiten, so hättest du recht; es heißt aber eure Neumonde und eure Festzeiten, das sind vie Festeszeiten, die Jerobeam sich ausgedacht." — Offenbar sollen solche Bemerkungen als hohe Weisheit gelten, die bei dem gegenwärttgen Geschlecht gar nicht mehr angetroffen werden, und doch ist die Antwort Akibas schon dämm gar nicht zutteffend, weil Jesaias im Reiche Juda lebte, in welchem die Festzeiten, „die Jerobeam sich ausgedacht," nicht beobachtet wurden. Eine Mißhandlung und Verdrehung der helligen Schrift ist es, wenn „der Israelit" in Nr. 26 über die Worte 2. Sam. 12,14: „weil du die Feinde des Herrn hast durch diese Geschichte lästern gemacht" u. s. w. bemerkt: „Jeder, der das geschriebene Wort Gottes mit Aufmerksamkeit liest, wird schon daraus, daß der Schwerpunkt des Erzählten in den Umstand gelegt wird, daß David den Feinden Gottes zum Lästern Anlaß gegeben habe , erkennen, daß die Sache nicht so einfach zu nehmen, wie sie in der Bibel dargestellt wird; und so sagen denn auch unsereWeisen, Jeder, der dameint

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