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Dibre Emeth · 1865-01-01 · 3-4 (1865) · page 7

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
21 (1865)
Issue
3-4 (1865)
Date
1865-01-01
Page
– (sequence 7)
Language
German
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39 trenne von Garah, seiner Mutter? Und er sprach zu Sarah: Unser Sohn Jizchak ist herangewachsen und hat noch nicht gelernt, Gott zu dienen. Morgen will ich ihn hinführen zu Schem und Eber, damü er bei diesen Lehrern des Menschengeschlechts erkennen lerne die Wege Gottes. Und Sarah sprach: Thue mein Herr, wie du gesprochen, nur lasse ihn nicht zu lange fern von mir bleiben; denn meine Seele ist geknüpft an die feinige gar sehr. Und Abraham sprach zu Sarah: Meine Tochter, bete doch zu dem Ewigen, unserm Gott, daß Er uns Gutes erzeige. Und Sarah umarmte und küßte ihren Sohn und weinte gar sehr die ganze Nacht hindurch. Und am Morgen sprach sie zu! Abraham: O mein Herr, nimm deinen Sohn doch ja in Acht, denn - ich habe ja kein anderes Kind, weder Sohn noch Tochter; verlaß ihn nicht, gieb ihm zu essen, wenn er hungrig ist, und wenn ihn dürstet, gieb ihm zu trinken! Laß ihn nicht zu viel zu Fuße gehen und laß ihn nicht in der Sonne sitzen! Dann nahm sie schöne Kleider und bekleidete ihren Sohn damit und befestigte einen Edelstein an seinem Kopfbunde und gab ihnen noch eineStrecke das Geleite, bis daß sie Abraham und Jizchak zurückzukehren hießen" u. s. w. Als Isaak schon gebunden auf dem Altar lag, soll er, so heißt es in dieser Neujahrspredigt, noch zu seinem Vater gesagt haben: „Mein Vater, wenn du mich geschlachtet und verbrannt haben wirst, so nimm, was übrig bleibt von meiner Asche, und bringe es meiner Mutter Sarah; aber erzähle es ihr nicht, wenn sie vor einem Brunnen sitzt, sie möchte sich sonst hineinstürzen; I sage es ihr auch nicht, wenn sie auf dem Dache weilt, sie möchte sich sonst hinabstürzen und sterben um meinetwillen." Dergleichen ließe sich noch vieles anführen, und solcheDinge sind in den Augen der Orthodoren ebenso heilige, göttliche Wahrheit, wie das, was Moses und die Propheten im Namen Gottes verkündigt haben. — Sehr oft wird auch die hellige Schrift selbst von den Orthodoxen auf's greulichste gemißhandelt. Ein Artikel in Nr. 41 und 42 l „des Israelit," überschrieben: „die würdige Festesfeier" beginnt mit den Worten: „Am Schemini Azereth, am Beschlußfeste, sind die Fest-! tage Gottes, die uns der Monat Tisch« in so reicher Fülle bringt, bald; vorüber; die vollbrachte Festeszeit zieht an unserm geistigen Auge dahin, wir erinnern uns, wie wir vor wenigen Wochen, am Tage des

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