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Dibre Emeth · 1865-01-01 · 3-4 (1865) · page 4

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
21 (1865)
Issue
3-4 (1865)
Date
1865-01-01
Page
– (sequence 4)
Language
German
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aus: „Das ist das jüdische Volk, das seine Religion in diesen drei Worten des Ewigen;" nämlich: „Nationalität, Abschaffung der Sklaverei, Einheit Gottes;" und fügt hinzu: „Viertausend Jahre, nachdem jene drei Worte auf dem Berge Sinai verkündet wurden, faßt stch das Streben unseres gegenwärtigen Jahrhunderts in jene drei Worte zusammen: Nationalität, Abschaffung der Sklaverei, Einheit Gottes." Ferner sagt Crem, in seiner Rede: „Ich rufe zu unserer Vereinigung unsere Brüder aller Glaubensbekenntnisse, daß ste zu uns kommen, daß sie uns unterstützen bei diesem großen Werke der Civilisation und des unermeßlichen Fortschritts; mögen sie zu uns kommen! Mt welcher Zärtlichkeit werden wir ihnen entgegenkommen!" „Schreiten wir nur kühn zur Vereinigung aller Glaubensbekenntnisse unter einer und derselben Fahne: Einheit und Fortschritt, daß sei die Devise der Menschheit, breiten wir mit vollen Händen den Unterricht aus, welcher den Menschen erhebt, zerstreuen wir die Finsterniß der Unwiffenheit, welche ihn herabsetzt und erniedrigt!" Diese Sprache der Reform klingt so lieblich und „zärtlich;" wenn aber die Orthodoxen über diesen „unermeßlichenFortschritt" klagen und das Thun und Treiben der Reform charakterisiren, so werden sie ohne Weiteres als die Nachfolger der Rotte Korahs, Dathans und Abirams angedonnert, wie z. B. erst wieder in einer Beilage zu Nr. 40 der a. Z. d. I. „der Colonisations-Verein für Palästina zu Frankfurt a. O. den Herren des Berliner Comitees ihr korahitischeö Treiben 4. Mos. 16" entgegenschleudert und klagt: „aber so wenig Dathan und Abiram den Friedensmahnungen Mosis Gehör gaben, so wenig hörten die Berliner Korahiten auf unsere sehr annehmbaren Vorschläge." Das ist die „Zärtlichkeit," mit welcher die Reform „ihren Brüdern" der Orthodoxie und den „Brüdern aller Glaubensbekenntnisse" „entgegenkommt!" So sehr aber auch die Reform gegen die göttlichen Institutionen und Lehren der Bibel ankämpft, wie wir dies bei so vielen der verschiedenen Gelegenheiten gesehen haben und immer wieder wahrnehmen können, so, wenn z. B. in Nr. 35 der a. Z. d. I die sogenannte „Levirats-Ehe" (5. Mos. 25, 6) „eine heidnische Sitte" genannt wird, welcher „Moses gewiß nicht gewogen war," der „aber gewiß glaubte, die mit den socialen Ueberlieferungen des Volkes so

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