Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 21 (1865)
- Issue
- 1-2 (1865)
- Date
- 1865-01-01
- Page
- – (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
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Literarisches. , Emuna Umischpat. Glaube und Pflicht. Lehrbuch der israelitischen Religion für Schulen von vr. Israel Schwarz, Rabbiner. Dritte gänzlich umgearbeitete Auflage. Cöln, Aurel Frühbaß. (Petr. Bolligs Buchhandlung.) 1864. Aus einem „Lehrbuch der Religion" kann man den religiösen Zustand derer erkennen, die sich ein solches „Lehrbuch" aneignen; ein „Lehrbuch der israelitischen Religion für Schulen" giebt daher auch Zeugniß von dem religiösen Zustande eines größeren oder kleineren Theiles der Israeliten. Zur „Beleuchtung religiöser Zustände im Judenthume", mit der sich diese Zeitschrift beschäftigt, wollen wir hier von dem genannten Schulbuche Kenntniß nehmen. Dasselbe umfaßt im Ganzen über 240 Seiten (Vorwort und Inhalt VI und das Werk selbst 239). Es zerfällt, wie der hebräische und der deutsche Titel angiebt, in zwei Theile, deren erster die „Glaubenslehre" enthält nach den dreizehn Artikeln oder „Grundlehren des israelisischen Glaubens"; der zweite Theil aber von der „Pflichtenlehre" handelt nach den zehn Geboten oder „Worten". Jeder Glaubensartikel und jedes der zehn Worte wird durch besondere Fragen und Antworten entwickelt und diesen Antworten sind zahlreiche Bibelstellen als Beweissprüche hinzugefügt; nur ist fast nie die Zahl des Verses, sondern bloß die des Kapitels angegeben. Dem ersten Theile geht eine kurze Einleitung voran über Religion, über „israelitische Religion", über „die heilige Schrift und die Tradition", und über „Gesetzstudium". Am Schluß jedes einzelnen abgehandelten Glaubensartikels steht ein Psalm in freier gereimter Uebersetzung; mehrere solcher Psalmen werden auch noch am Schluß des Werkes unter der besondern Ueberschrift: „Psalm- Lieder und Psalm-Gebete" hinzugefügt. In dem kurzen „Vorworte" erklärt der Verfasser, daß er in dieser Auflage „das positive Element noch mehr in den Vordergrund treten lasse", als in den frühem. Und das ist gewiß in dieser Zeit des Negirens, des Schwankens und Wankens, wo man sich von dem Zeitgeiste, von der sogenannten Entwickelung gängeln und bestimmen läßt, welche religiösen Grundsätze man etwa heute annehmcn und morgen