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Dibre Emeth · 1865-01-01 · 1-2 (1865) · page 21

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
21 (1865)
Issue
1-2 (1865)
Date
1865-01-01
Page
– (sequence 21)
Language
German
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gangen sei, die Gefangenen und auch den Capitain Cameron, den Consul Ihrer Majestät der Königin Victoria, einer Art von Tortm zu unterwerfen. Man fürchtete indeß nicht, daß irgend welche gefährliche Folgen aus dieser Behandlung entstehen würden. Der Schreiber des Briefes fügt hinzu: Man hofft, daß die Bemühungen der britischen Regierung zu dem erwünschten Resultat, — zu ihrer Befreiung führen werden; wiewohl es scheint, daß ste ihre Maßregeln nicht so schnell ergriffen hat, wie man wünschen möchte. Gaffat, den 27. Mai 1864. Hochehrwürdiger Herr! Da sich eine Gelegenheit darbietet, ergreife ich die Feder, um Ihnen einige Nachricht über unsre gegenwärtigen Verhältnisse zu senden. Obgleich mich sehnlich verlangt, Ihnen genaue Nachricht zu geben, kann ich es aus gewissen Gründen doch nicht thun; hoffentlich aber haben Sie durch unfern Freund H. die mündlichen Mittheilungen erhalten, die ich ihm schicken konnte. Die Hand des Herrn ruht schwer auf uns; es will uns oft Vorkommen, als habe er uns verlassen und seine Gnade von uns gewendet — ja als wenn der Himmel über uns verschlossen wäre, weil unsere Gebete keine Erhörung zu finden scheinen. Unser Elend und unsre Roth find groß. Wir suchen unfern Trost in dem Worte Gottes, und befehlen unsre Sache dem Herrn, Er wird Alles wohl machen. Sollte es Ihm in seinem unerforschlichen und verborgenen Rath gefallen, daß wir geopfert würden,- so geschehe sein Wille; wir haben Frieden gefunden in unserm Heilande; Er ist die Versöhnung für unsere Sünden, unser Trost im Leiden, unsere Hoffnung im Tode und unsere Freude in der Auferstehung. Auch die Versicherung ist uns tröstlich, daß unser Werk für den Herrn und sein Reich in diesem Lande nicht umsonst gewesen ist; es wird die Zeit kommen, wo Andere ernten können, was wir gesäet haben, und dann werden wir uns mit ihnen fteuen vor dem Throne des Lammes. Diese Aussicht in den dunkelsten Stunden versüßet uns oft dies Bittere unserer Leiden. Herr Stern ist noch gebunden, so wie auch der englische Consul Cameron mit allen seinen europäischen Dienern. Herr Rosen-

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