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Dibre Emeth · 1865-01-01 · 1-2 (1865) · page 19

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
21 (1865)
Issue
1-2 (1865)
Date
1865-01-01
Page
– (sequence 19)
Language
German
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hier ist wahrlich Gottes Haus! Christus wohnt an diesem Orte, Er weihet ihn zur Himmelspforte, hier theilt er reichen Segen ans. Nennt Bethel diesen Ort! Hier wohne fort und fort Gottes Ehre. Sie fülle heut' und alle Zeit dies Haus, zum Bethaus heut' geweiht. — Bringet Dank, ihr Christen alle, lobsinget Gott mit frohem Schalle, dem Gott, der große Wunder thut. Auch die Christus-Kirche zeuget, wie er zu Israel sich neiget, wie Sein Aug' freundlich aus ihm ruht. Er kommt mit seinem Wort an diesen Gnadenort, uns zu segnen; und was Er beut, o das erfreut die Seel' in Zeit und Ewigkeit — hielt der Missionar und Prediger vr. Klee vor dem Altar die „Weiherede" über die oben bereits erwähnten Worte 1 Mos. 28, 17: „Hier ist nichts Anders denn Gottes Haus." vr. Klee weihte dann die Christuskirche, den Altar, die Kanzel, den Taufstein, die Orgel u. s. w. ein, indem er bei jedem einzelnen der genannten Gegenstände den besondern Zweck erwähnte, zu dem er ferner dienen sollte. Diese kräftige Weiherede machte einen tiefen Eindruck auf alle Anwesenden. Der „Chorgesang: Heilig, heilig, heilig ist der Herr!" u. s. w. und der „Gesang der Festgemeine: Nicht uns, nicht uns, nur Dir allein soll Lob und Preis und Ehre sein an diesem Kirchweihfeste! Du legtest Grund, Du führtest aus, Dein ist der Plan, das ganze Haus hast Du gebaut auf's Beste. Heilig, heilig, heilig! singen wir, und bringen Dir zur Weihe unsre Herzen heut auf's Neue. — Erquick uns denn mit Deinem Wort, Herr Jesu, daß wir fort und fort recht fest im Glauben stehen! O Hüter Israels halt' Wacht, Hab' auch auf die Verlornen Acht, daß sie Dir nicht entgehen. Walte! Halte uns zusammen, daß die Flammen heller brennen! Lehr'uns, Chrifte, Dich erkennen!" — leitete zu der „Festpredigt" über, die einer der beiden Deputaten der Londoner Judengesellschaft, Herr Missionar und Prediger Reichardt hielt, und zwar auf Grund der Worte Jes. 62, 11: „Siehe, der Herr läßt sich hören bis an der Welt Ende. Saget der Tochter Zion: Siehe, dein Heil kommt; siehe, sein Lohn ist bei ihm, und seine Vergeltung ist vor ihm" — die zum Theil in großen Buchstaben an der Wand bei der Orgel prangen. Lieblich und ernst zeigte er der Versammlung 1) daß wir Christen verpflichtet sind dem Volke Israel zu predigen und 2*

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