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Dibre Emeth · 1865-01-01 · 1-2 (1865) · page 14

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
21 (1865)
Issue
1-2 (1865)
Date
1865-01-01
Page
– (sequence 14)
Language
German
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Erfolglosigkeit diese Leute trotz ihrer schlauen Mittel bisher ihr Wesen betrieben haben, und es dürfte kaum nothwendig erscheinen, darüber ein Wort zu verlieren; dessenungeachtet finde ich mich veranlaßt, meine College» und Glaubensgenossen auf diese Tractatenkrämer aufmerksam zu machen. Man muß es bewundern, daß diese Leute, denen zur Genüge bekannt, daß sie nicht im Stande sind, einen Jsraelüen, der mit seiner Religion einigermaßen vertraut ist, im Glauben seiner Väter wankend zu machen, immer ihr Handwerk noch nicht ausgeben, was zum Schlüsse führen dürfte, daß sie sich gut dabei stehen mögen. „Predigt nur immer zu; ihr werdet doch.nicht im Stande sein, uns zu beweisen, daß das Heil schon dagewesen, wie es Israel erwartet. Noch strömt Erkenntniß des Ewigen nicht durch die Erde, noch durchweh: Gerechtigkeit nicht alle menschlichen Verhältnisse, noch ist die Liebe ein unterirdisch Feuer. Ist jene Einheit schon in der Menschheit, wovon die Propheten weissagen? Ist das Wort der Religion schon zur That geworden? Hat sich die menschliche Gesellschaft zu einer großen Familie gestaltet? Hat der Krieg schon aufgehört? Oder ist jener sichtlich moralische Zustand schon da? „Darum gebt euch keine Mühe. Die Schäflein, die ihr allenfalls Israels Heerde entreißt, sind uns kein Verlust. Vor allem entfernt doch das Unkraut erst aus eurem eigenen Felde, ehe ihr fremdes sucht und ihr werdet Arbeit genug finden. M. Kaufmann, isr. Lehrer und Cant." Wir können und werden uns über die Opposition der Juden gegen die christliche Missionsthätigkeit unter ihnen gar nicht wundern, wir würden ihnen dieselbe auch gar nicht übel nehmen, wenn sie nur in ihren Angriffen sich der Wahrheit befleißigen möchten. Wir wollen hier, wo wir nur den in der Ueberschrist angegebenen Gegenstand im Auge haben, die andern Punkte der „Privatmittheilung" nicht berücksichtigen und bemerken daher nur, daß schon ein flüchtiger Blick in die heutigen Zustände des Judenthumö zeigt, was an solchen Redensarten ist, die vorgeben, kein Israelit, „der mit seiner Religion einigermaßen vertraut ist", könne „im Glauben seiner Väter wankend gemacht" werden. Wir möchten vielmehr ftagen, wie viele

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