Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 21 (1865)
- Issue
- 1-2 (1865)
- Date
- 1865-01-01
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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dem so großes Unheil droht, , aufzubrechen. " Der Brief ist unterzeichnet: „I. I. Benjamin". — „Der Israelit" bemerkt dazu: „Um wirklich die gewünschten Resultate zu erreichen, müßten etwa fünf Männer sich finden, die sich zu einem etwa fünfjährigen Aufenthalte bei den Falascha's verpflichteten, die dort eine Schule zum Unterrichte in der hebräischen Sprache und unfern heiligen Religionsquellen, der schriftlichen und mündlichen Lehre gründeten. Nur so wären wirklich ausdauernde Erfolge zu erzielen." In Nr. 44 bringt „der Israelit" abermals „einen Aufruf an alle Glaubensgenossen": „Nehmet Euch der Falascha's an!" Der Verfasser sagt unter Anderm: „Gleich mir hat gewiß auch Tausenden meiner Glaubensgenossen dieses namenlose Elend Gewiffensruhe und Schlaf geraubt. " Drei „Erwägungen schienen besonders wesentlich: I. ob wir es hier überhaupt mit Juden zu thun haben. II. Ob die etwaige Mission ohne Lebensgefahr dort wirksam sein könne. III. Ob diese Mission rücksichtlich der Mittel überhaupt ausführbar sein werde." Der Verfasser weiset auf „die unermüdliche Thätigkeit der englischen Missionäre" und sagt: „Lernen wir nur von andern Confessionen" u. s. w. Es wurden Beiträge zur Begründung und Ausführung dieser Gegenmission gesammelt; aber trotz alles Prahlenö der sJuden mit ihrer Wohlthätigkeit und ihrer treuen Ausführung des Missionsberufes beliefen sich von Januar bis März die Gaben erst auf 36 fl. 15 kr. und wie wir hörten ist eine wesentliche Erwägung die, ob die Mission auch ohne Lebensgefahr ausführbar ist; eine Erwägung, die in der christlichen Mission wenigstens sehr in den Hintergrund tritt; denn der Herr aller Mission, Jesus Christus, sagt zu seinen Boten: „Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib tödten." Der Reisende Benjamin, der sich zum Missionär anbot, ist unterdessen gestorben und es wird sich zeigen, ob wirklich eine Mission von Seiten der Juden zu Stande kommen wird, oder ob sie ihr Vorhaben wieder aufgeben werden. Wir wünschen von Herzen, sie möchten doch wirklich einmal das Missionswerk in die Hand nehmen; wiewohl, wenn sie sich der abysstnischen Juden annehmen, dies noch keine eigentliche Missionsarbeit ist. Jedenfalls aber würden sie dann wohl die heilsame Erfahrung machen, daß zu einem Missionar mehr gehört, als über das