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Dibre Emeth · 1865-01-01 · 1-2 (1865) · page 7

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
21 (1865)
Issue
1-2 (1865)
Date
1865-01-01
Page
– (sequence 7)
Language
German
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Bau des zweiten Tempels fehlte es nicht an Personen, die mit Spott und Verachtung auf die armseligen Bauleute blickten, und sie auf alle mögliche Weife anfeindeten. Solche Verächter und Widersacher fehlen auch jetzt nicht. Wie aber in Jerusalem beim Bau des irdischen Tempels die Samaritaner und Heiden als Widersacher^ auftraten, so sind es bei dem Bau des geistlichen Tempels grade die leiblichen Nachkommen jener Bauleute des zweiten Tempels, nämlich die Juden selbst, die das Werk gern hindern möchten und dasselbe immer wieder aufs Neue verdächtigen, verleumden und angreifen. Wir haben in diesen Blättern schon manche Beispiele und Beweise dieser Art mitgetheilt und bei den verschiedensten Gelegenheiten finden sich in den jüdischen Zeitblättern und sonstigen Werken stets neue Angriffe. In Nr. 39 der allg. Z. d. I. von 1864 lesen wir S. 605 unter der Ueberschrift: „Zerstreute Bemerkungen" Folgendes: „In Nördlingen erscheint Freimund's Kirchlich-Politisches Wochenblatt, redigirt von einem Dr. Weber in Neuendettelsau. Von Nr. 29 dieses Blattes an wird ein langer Auffatz „„Die Judenmission"" gegeben, durch welchen die Meinung vieler Christen, daß „„kein Segen in der Judenmission, drum wollen wir sie fahren lassen,"" widerlegt werden soll. Zu diesem Zwecke wird ein Auszug aus einem Misstonsblatte geliefert." Nachdem Dr. PH. einige Sätze aus jenem „Wochenblatt" angeführt und auf gewohnte Weise mit bittern und gehässigen Anmerkungen begleitet hat, sagt er: „Weiterhin heißt es: „„Gehen wir nach Belgien. — Hier hat die völlige Emancipation das Judenthum fast vernichtet, Synagogen stehen leer, Rabbiner sind ohne Einfluß und ohne Gemeinden, Tausende von Juden verleugnen ihre Herkunft, so daß bei der letzten Volkszählung in ganz Belgien nur 1336 sich als Juden bekannten."" Dazu macht nun Dr. Ph. folgende Bemerkungen: „In diesen Worten ist alles unwahr. In Belgien wohnen aus historischen Gründen nur wenige Juden, vor zwölf Jahren zählten sie nicht ganz 1000; wenn also jetzt die Zählung 1336 ergab, so haben sie sich nach Verhältniß sehr bedeutend vermehrt. Es gibt in Belgien nur einen Rabbinen, der verehrte Groß-Rabbiner Dr. Loeb in Brüssel, denn es bestehen außer Brüssel und Antwerpen nur noch

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